Die Protagonisten, die das Rahmenprogramm zur Deutschland-Tour in Schwenningen bestritten, hätten sich wohl mehr Zuspruch aus der Bevölkerung gewünscht. Doch unter dem Strich zeigen sich die Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung mit der Veranstaltung zufrieden.
Letztendlich waren es einige hundert Menschen, die zum angekündigten Radsportspektakel auf den Schwenninger Marktplatz kamen.
Bei Bruthitze von über 30 Grad Celsius war wohl der heimische Schattenplatz beliebter, als ein Platz an der Sonne.
So kam es dann auch, dass der Auftritt der Einradfahrgruppe des Schwenninger Radsportvereins vor nur einer kleinen Zuschauergruppe stattfand. Den Sportlerinnen und Sportlern, Steffen und Simon Lehr, Lea Weber, Verena Nill, Luzi Benz, und Illias und Aenes Emektar machte es dennoch Spaß und sie zeigten, was sie in den vergangenen Wochen intensiv geprobt hatten, um einen schönen Auftritt in der Schwenninger Heimatstadt zu zeigen.
Um wenigstens ein paar Figuren auf den Rädern präsentieren zu können, müsse man rund ein dreiviertel Jahr intensiv trainieren, hieß es am Rande. Doch so ganz ideal erwies sich der Bodenbelag auf dem Marktplatz für die Einräder nicht, da man gewisse Drehungen nicht machen konnte, stellte Trainerin Gerda Pleij fest. Leider bedauerten einige Zuschauer, dass auf dem Marktplatz ein Moderator fehlte, der beispielsweise die Einradgruppe ankündigte.
Hits vom Vordersitz eines alten Trabanten lieferten Michael Bach und Edwin Bug, die mit der „lebenden Musikbox“ aus Sexau nach Schwenningen kamen. Rund 80 Lieder von insgesamt über 300 Stücken aus dem Repertoire hatten sie dabei. Das Besondere ist, dass die Leute sich die Musik per Wählscheibe aussuchen konnten, die dann live mit der Gitarre von Michael Bach dargeboten wurde. Währenddessen begeisterte Katharina Klein aus Bad Kreuznach mit ihrer Seifenblasenshow besonders die jungen Besucher.
Vor dem Rathaus war eine Videowand aufgebaut, auf der die Fernsehübertragung der Deutschland-Tour gezeigt wurde. Gegen 16.30 Uhr kamen die 120 Rennradfahrer schließlich über den Marktplatz und einen Hauch später waren sie wieder verschwunden, die Dauchinger Straße hinaus in Richtung Weilersbach und Villingen.
Eingebunden war auch der Muslenplatz mit dem Stadtstrand. Hier war auch eine Videowand aufgestellt. Schade war, dass die Gruppe „Soulmachine“ in der Mittagszeit für zwei Stunden lang vor wenig Publikum auftrat und „DJ Jerzy“ aus Niedereschach am Abend den Schlusspunkt übernahm.
Besser wäre gewesen, wenn die Bandformation um Peter Arnegger das Schwenninger Rahmenprogramm zur Deutschland-Tour beendet hätte, so der Wunsch vieler Besucher.
Aus Sicht der Stadtverwaltung und der WIR-Gesellschaft war es trotz geringerem Besucheraufkommens in Schwenningen ein schöner Erfolg für das Radsportereignis in der Doppelstadt. Besonders waren die Radfahrer vom Publikum begeistert, dass an der Strecke nicht mit Beifall geizte und sie kräftig anfeuerten, berichtete VS-Pressesprecher Patrick Ganter.