Die Neuhauser Straße ist die beliebteste Einkaufsstraße Münchens. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa

Trotz Internet-Handel - Millionen strömen immer noch in die Einkaufsstraßen. Die Top-10-Einkaufsmeilen verzeichneten im vergangenen Jahr insgesamt 203,62 Millionen Passanten.

Düsseldorf - Die bundesweit am stärksten frequentierten Einkaufsstraßen befinden sich in München. Das geht aus einer Untersuchung des Dienstleisters Hystreet hervor, der die Passantenzahlen in deutschen Innenstädten misst. Den ersten Platz des Rankings belegt demnach 2023 die Neuhauser Straße mit 28,62 Millionen Besuchern, die im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von knapp 12 Prozent verzeichnete.

Die Kaufingerstraße (28,56 Mio Besucher), die 2022 noch Spitzenreiter war, liegt nur noch auf dem zweiten Rang. Die Besucherzahlen sind dort um sieben Prozent zurückgegangen. Auf dem dritten Platz steht unverändert die Frankfurter Zeil mit 23,3 Millionen gemessenen Passanten, dahinter folgen die Georgstraße in Hannover (22,23 Mio) sowie die Schildergasse in Köln (21,74 Mio). Auf dem sechsten Platz liegt mit der Theatinerstraße (17,04 Mio) erneut eine Einkaufsstraße in München.

Den siebten Platz der Rangliste belegt der Westenhellweg in Dortmund (16,04 Mio) vor der Hohen Straße in Köln (15,79 Mio), die mit 15 Prozent unter den bundesweit meistbesuchten Einkaufsstraßen den höchsten Zuwachs zum Vorjahr vorweisen kann. Der Studie zufolge ist das Besucheraufkommen 2023 im Vergleich zum Vorjahr, als sich die Zahlen pandemiebedingt auf niedrigem Niveau bewegt haben, um 0,5 Prozent gestiegen. Die Top-10-Einkaufsmeilen verzeichneten im vergangenen Jahr insgesamt 203,62 Millionen Passanten.

Hystreet hat nach eigenen Angaben in 105 Städten an 288 Standorten Laserscanner installiert, die die Passanten rund um die Uhr das ganze Jahr über vollautomatisch zählen. Die Genauigkeit liegt nach Angaben des Unternehmens bei 99 Prozent. Die digitalen Daten sind für jedermann abrufbar auf der Hystreet-Plattform