Leverkusens Meistermacher Xabi Alonso strahlt mit der Schale. Von den hervorragenden Bedingungen im Öschberghof hat der Spanier schon länger gehört. Foto: Marius Becker/dpa

Der Top-Bundesligist wird in Aasen öffentlich ab Montag trainieren. Ein Testspiel ist in der Region allerdings nicht geplant.

Europameister Spanien ist abgereist, der berühmte rote Stier ist inzwischen in Madrid angekommen – und am Sonntag kommt der Deutsche Meister Bayer Leverkusen erstmals in den Öschberghof.

 

Gegen 17 Uhr soll die erfolgreiche „Werkself“ am Sonntag eintreffen. Mit an Bord werden auch die EM-Teilnehmer wie Jonathan Tah, Florian Wirtz, Robert Andrich und Granit Xhaka sein. Deren knapp dreiwöchiger Urlaub geht mit der Fahrt nach Donaueschingen zu Ende. Hingegen wird der spanische Europameister Alexjandro Grimaldo noch ein paar Tage frei haben.

Zuvor – an diesem Freitagabend – absolvieren die Leverkusener noch an der Essener Hafenstraße ihr erstes Testspiel in der Vorbereitungsperiode.

Zuschauer beim Training willkommen

Zunächst war angedacht, dass die Leverkusener auch in der kommenden Woche in der Region ein Testspiel austragen, doch ein hochkarätiger Gegner, so der Wunsch von Trainer Xabi Alonso, wurde nicht gefunden.

Beim FC 08 Villingen spielten die Verantwortlichen vor einigen Wochen mal mit dem Gedanken, bei Bayer anzufragen, doch die Idee wurde wieder schnell verworfen. Der große Kader von Bayer Leverkusen wird ab Montag in Aasen zwei Mal täglich öffentlich trainieren. Die genauen Uhrzeiten wird der Top-Club noch am Wochenende komunizieren. Bis Freitag, 2. August, bleibt Bayer auf der Baar. Dann geht es für die Werkself direkt ins französische Lens. Dort bestreitet Leverkusen am Samstag, 3. August, dann das nächste Spiel gegen den dortigen Erstligisten.

Große Vorfreude auch bei Xabi Alonso

Leverkusens Meistermacher Xabi Alonso erfuhr von den hervorragenden Rahmenbedingungen im Öschberghof vor drei Jahren erstmals konkret, als der FC Barcelona, zu dem Alonso viele Kontakte pflegt, von seinem Trainingslager schwärmte.

Öschberghof anstatt Bayern München. Der Wechsel von Leverkusens Topstar Jonathan Tah – hier nach dem EM-Aus gegen Spanien – scheint zu platzen. Foto: AP/Ariel Schalit

Intern tobt ein harter Konkurrenzkampf

In diesem Jahr feiert also nun Bayer Leverkusen nach den vielen prominenten Gästen seine Premiere im Luxushotel auf der Baar.

Der Bayer-Kader wird sehr intensiv in Aasen arbeiten. Aktuell herrscht intern ein großer Konkurrenzkampf nach den ersten zwei Trainingswochen. Zuletzt wurde der Franzose Martin Terrier von Stade Rennes verpflichtet.

Neu sind außerdem bei Bayer Leverkusen seit dieser Sommerpause: Aleix García (FC Girona), Jeanuel Belocian (FC Stade Rennes), Iker Bravo und Matija Marsenic (beide U19 Bayer), Sardar Azmoun (AS Rom), Sadik Fofana (Fortuna Sittard) sowie der österreichische Torhüter Patrick Pentz ( Bröndby IF).

Jonathan Tah ist überraschend dabei

In Donaueschingen wird auch Nationalspieler Jonathan Tah nach seinem Urlaub dabei sein. Dessen geplanter Wechsel zu Bayern München scheint zu platzen, denn von einiger Einigung sind beide Clubs momentan weit entfernt. Tah hat bei Leverkusen noch einen Vertrag bis 2025. Die Bayern haben bislang noch kein neues Angebot für den Verteidiger abgegeben. Also gilt für Tah: Öschberghof anstatt Säbener Straße.