Noah Atubolu (links) und Oliver Baumann treffen sich in wenigen Tagen bei der Nationalmannschaft wieder. Foto: Federico Gambarini/dpa

Der Freiburger Torwart Noah Atubolu reist in der kommenden Woche erneut zur Nationalmannschaft. Dagegen verzichtet der Bundestrainer auf zwei Stuttgarter.

Nachdem es in der vergangenen Länderspielpause „nur“ eine Nachnominierung mit vorzeitiger verletzungsbedingter Abreise war, ist es nun der nächste Schritt für Noah Atubolu: Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den 23-jährigen Stammtorwart vom SC Freiburg für die kommenden beiden Spiele in der WM-Qualifikation nominiert.

 

Ob Atubolu, der schon länger in der Bundesliga und im Sommer auch bei der U21-Europameisterschaft auf sich aufmerksam gemacht hat, in den Spielen gegen Luxemburg und die Slowakei auch zu seiner ersten Kader-Berufung kommt, ist jedoch unklar. Denn unter den insgesamt 25 Nominierten sind gleich vier Torhüter: Oliver Baumann (Hoffenheim), Alexander Nübel (VfB Stuttgart), Finn Dahmen (FC Augsburg) und eben Atubolu.

Wie schon zuletzt dürfte auch in den beiden finalen und damit extrem wichtigen Spielen der WM-Quali der Ex-Freiburger Baumann die Nummer eins sein. VfB-Keeper Nübel steht in der Hackordnung dahinter. Offen ist, wie Nagelsmann mit Atubolu und Dahmen, der zuletzt mit dem FC Augsburg nicht überzeugen konnte, plant. Denkbar wäre eine Art Jobsharing, sodass beide je bei einem der beiden Spiele im DFB-Kader sind.

Nationalmannschaft braucht zwei Siege für sichere WM-Quali

Klar ist indes: Nagelsmann und die Nationalmannschaft stehen in der letzten Länderspielpause des Jahres unter Druck. Nach vier Spielen haben Deutschland und die Slowakei jeweils neun Punkte auf dem Konto, vor allem das direkte Duell am Montag, 17. November, ist extrem wichtig in Sachen WM-Quali.

Denn nur der Tabellenerste qualifiziert sich direkt für die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko, der Tabellenzweite muss im Frühjahr 2026 in die Play-offs. Ein Szenario, das der Bundestrainer unbedingt vermeiden will. „Mit zwei Siegen möchten wir die WM-Qualifikation perfekt machen – und obendrein noch Lostopf eins bei der Auslosung der WM-Gruppen in vier Wochen“, sagt er vor den Duellen in Luxemburg und Leipzig.

Mittelstädt und Stiller sind nicht nominiert

Nicht dabei sein wird dann ein Duo vom VfB Stuttgart. Maximilian Mittelstädt ist bereits zum zweiten Mal nacheinander nicht nominiert worden, zudem verzichtet Nagelsmann dieses Mal auf Mittelfeldspieler Angelo Stiller. Stattdessen berief der Trainer erstmals Shootingstar Said El Mala vom 1. FC Köln in sein Aufgebot, zudem kehren Leroy Sané und Malick Thiaw zurück ins DFB-Team.

Deshalb entschied sich Nagelsmann für Leroy Sané

„Mit Leroy Sané war ich durchgängig in einem sehr guten Austausch, er hat sich seine Nominierung mit guten Leistungen in der Champions League und der Süper Lig erarbeitet“, erklärt Nagelsmann, der mit El Mala nur einen DFB-Debütanten in den finalen Kader des Länderspieljahrs 2025 berufen hat.

Der Kader für die beiden Länderspiele

Tor
 Oliver Baumann (Hoffenheim), Finn Dahmen (Augsburg), Alexander Nübel (VfB), Noah Atubolu (SC Freiburg)

Abwehr
 Waldemar Anton (Dortmund), Ridle Baku (Leipzig), Nathaniel Brown (Frankfurt), David Raum (Leipzig), Nico Schlotterbeck (Dortmund), Jonathan Tah (FC Bayern), Malick Thiaw (Newcastle United)

Mittelfeld
Karim Adeyemi (Dortmund), Joshua Kimmich (FC Bayern), Felix Nmecha (Dortmund), Nadiem Amiri (Mainz), Serge Gnabry (FC Bayern ), Leon Goretzka (FC Bayern ), Jamie Leweling (VfB), Aleksandar Pavlovic (FC Bayern ), Florian Wirtz (FC Liverpool), Said El Mala (1. FC Köln)

Angriff
Jonathan Burkardt (Frankfurt), Nick Woltemade (Newcastle United), Kevin Schade (Brentford), Leroy Sané (Galatasaray Istanbul) /