Den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere durfte Ronja Eibl in Wombach feiern. Foto: Eibner-Pressefoto/Lau

Nach 2019 holt die Grosselfinger Mountainbikerin wieder den Deutschen Meistertitel im Short Track. Die Titelkämpfe fanden in Wombach statt.

Die deutsche Mountainbike-Elite im Cross-Country kommt gerne nach Wombach. Bereits zum dritten Mal gastierte der Tross im Lohrer Gemeindeteil in Unterfranken.

 

Es sollte ein gutes Pflaster für die 25-jährige Ronja Eibl sein. Denn die Grosselfingerin machte sich gemeinsam mit den Topfavoritinnen Kira Böhm (Cube Factory Racing) und Vorjahressiegerin Lia Schrievers (KMC-Ridley MTB Racing Team) auf die Strecke.

Ronja Eibl (Origine Racing Division), die mittlerweile in Freiburg studiert, war bei den Deutschen Meisterschaft schon zweimal Zweite und zweimal Dritte. Ganz oben hatte sie bis dato nur 2019 bei der U23 gestanden.

Im Windschatten von Kira Böhm

Über die Short Track-Distanz wurden erst zum vierten Mal deutsche Titel vergeben. Das Rennen dauerte nur knapp 20 Minuten und die Zuschauer fieberten bei den intensiven Positionskämpfen nah an der Strecke mit. Kira Böhm, die den Gesamtweltcup bei der U23 gewonnen hatte, setzte sich gleich an die Spitze und behauptete lange ihre Führung. Ronja Eibl blieb aber dran und schob sich dann in der letzten Runde im flachen Teil der Strecke vorbei.

Sieg mit gebrochenem Schlüsselbein

Als sie die Ziellinie als Erste überquerte war die 25-Jährige, die mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte, mehr als froh. „Das fühlt sich natürlich sehr gut an. Ich bin überglücklich. Ich war zwar in den vergangenen Jahren auch immer knapp dran, hatte aber auch Pech. Tatsächlich waren meine letzten Wochen auch nicht sehr gut, ich war krank, hatte Stürze, habe mir vor knapp zwei Wochen mein Schlüsselbein gebrochen und war deswegen auch nicht beim UCI Weltcup-Rennen in Andorra. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass es in Wombach so gut lief“, sagt eine zufriedene Ronja Eibl.

Ein „wunderschönes Trikot“

2023 hatten die Titelkämpfe im Cross Country in Albstadt stattgefunden. Damals konnte sie nicht ins Trikot der Deutschen Meisterin schlüpfen. „Es hat sechs Jahre gedauert, um wieder in dieses wunderschöne Trikot schlüpfen zu dürfen“, freut sich die Grosselfingerin. „Meine Schulter hat auf dem Bike gut durchgehalten. Nur beim Anziehen des Trikots habe ich es dann doch gemerkt.“

Platz drei über die Olympische Distanz

Auf der olympischen Distanz landete Ronja Eibl dann auf Platz drei und meldete sich auch hier zurück. Das XC-Rennen der Damen wurde zur One-Woman-Show von Nina Graf. Dahinter landete Kira Böhm. Knapp dahinter fuhr Ronja Eibl in 1:19:31,5 Stunden ins Ziel.