Die neue Wasserleitung soll zügig verlegt werden, idealerweise sind die Arbeiten Ende Oktober beendet. Den Spatenstich auf freiem Feld übernehmen (von links) Bauamtsleiter Patrick Lutz, Bauleiter Witali Krapp, Eric Elsäßer vom Bauamt, Ingenieur Ralf Burgert, Polier Carlo Zimmermann, Wassermeister Gotthard Kloker sowie Ingenieur Dominik Bordt. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Rohre kommen im künftigen Schabelwiesen-Wasserwerk an

Der Brigachtaler Bau-Boom hält an, nun wird die neue und nach Bad Dürrheim führende Doppelrohr-Wasserleitung verlegt.

Brigachtal. Die Rohre kommen im künftigen Schabelwiesen-Wasserwerk an, Brigachtal und die Kur- und Bäderstadt machen gemeinsame Sache. In der Folge gelangt deutlich weicheres Wasser zu den Hähnen.

Der Leitungsbau ist alleinige Sache Brigachtals, beim jetzigen Spatenstich freute man sich über einen doch historischen Akzent. Je nach Bewertung haben die Gemeinde und die Kleinstadt schon lange ein Wasserproblem, hier wie da findet sich in so manchem Privathaushalt ein Wasserenthärter.

Die Erdarbeiten für das neue Werk Schabelwiesen sollen Ende September beginnen, die schließlich installierte moderne Technik entzieht dem Nass einen ordentlichen Prozentsatz Kalk. Die von den beiden Oberried-Brunnen ausgehende Doppelrohrleitung ist knapp 2,4 Kilometer lang, durch sie fließen 30 Liter pro Sekunde.

Für Brigachtal ergab sich laut Bauamtsleiter Patrick Lutz eine passende Submission, dieser positive Umstand dürfe in diesen ja nicht unbedingt erfreulichen Zeiten auch einmal genannt werden. Die Teamarbeit wird vom Land mit 25 Prozent gefördert, zunächst fallen für Brigachtal Kosten von 640 000 Euro an.

Witali Krapp (Storz Bau) kann seine Männer früher als geplant zur Baustelle schicken und hofft auf gutes Wetter. "Bei passender Witterung sind wir Ende Oktober fertig. Spielt das Wetter nicht mit, rutschen wir in den November", so der Bauleiter.

Brigachtals Wassermeister Gotthard Kloker ist derzeit nahezu täglich vor Ort und hat seinerseits ein waches Auge. "Die Pumpenleistung passt, 30 Sekunden-Liter sind ausreichend", konstatiert er.

Der künftige Wasserverbund hatte eine längere Vorlaufzeit und wurde beiderseits schon sehr oft beraten. Für den Neubau des Wasser- respektive Pumpwerks an der alten Bundesstraße 27 muss tief in die Tasche gegriffen werden, 9,8 Millionen Euro sind veranschlagt. Die Ultrafiltrations-Anlage soll ihren Betrieb in zwei Jahren aufnehmen.

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