Trotz weniger Einsätze im Ort selbst blieb die Feuerwehr Ahldorf gefordert – vor allem auf der Autobahn 81. Ausbildung, Teamgeist und eine junge Basis prägen das Bild der Abteilung.
Die Feuerwehr Ahldorf hatte zu ihrer Hauptversammlung eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung und der Totenehrung begann Abteilungskommandant Elmar Geiger mit seinem Bericht – trotz des Vorsatzes, sich dieses Jahr kürzer zu fassen, blieb es wieder bei einer Fülle an Informationen.
Die Abteilung zählt zum 29.11.2025 insgesamt 51 Mitglieder: 39 Aktive (darunter zwei Frauen), zwei Angehörige der Altersabteilung sowie zehn Jugendliche – sieben Mädchen und drei Jungen. Die Personalstärke bleibt damit konstant. Besonders erfreut zeigte sich Geiger über die Jugendfeuerwehr, die mit zehn jungen Mitgliedern weiterhin stark besetzt ist.
Auch statistisch kann sich die Abteilung sehen lassen: Das Durchschnittsalter der Aktiven beträgt 37,1 Jahre, 18 von ihnen sind unter 35. „Unsere Basis ist jung, um die Zukunft müssen wir uns keine Sorgen machen“, so Geiger. Die Ahldorfer Feuerwehr blickt auf 138 Jahre Geschichte und ein 135 Jahre altes Magazin zurück.
Aus- und Weiterbildung läuft positiv
Die Aus- und Weiterbildung entwickelte sich ebenfalls positiv. In allen Bereichen gab es Zuwächse, besonders im Atemschutz: 23 Feuerwehrleute sind einsatzbereit. Bei den Leistungsabzeichen standen fünfmal Bronze, 14-mal Silber und 16-mal Gold zu Buche. Insgesamt wurden 15 Übungsdienste absolviert, darunter eine große Atemschutzübung und ein Erste-Hilfe-Training des DRK. Auf dem Ammerbucher Schrottplatz konnten sich die Einsatzkräfte zudem an bereitgestellten Pkw praktisch erproben. Gemeinsam mit Bildechingen und Talheim bildet Ahldorf die Atemschutznotfalleinheit.
Die Übungen seien gut besucht gewesen, wenngleich „beim einen oder anderen noch Luft nach oben“ bestehe, betonte Geiger. Nur regelmäßig trainierte Abläufe könnten im Ernstfall sicher abgerufen werden.
Einsatzmäßig war das Jahr für Ahldorf ungewöhnlich: Im Ort selbst gab es keinen einzigen Einsatz – doch insgesamt rückte die Abteilung zwölfmal aus. Zehn dieser Einsätze führten auf die Autobahn A 81, fast alle verkehrsbedingt. Das Einsatzbild habe sich deutlich verschoben, so Geiger. Wichtig bleibe jedoch vor allem eines: „Nicht wohin wir eilen, sondern dass wir helfen konnten und alle unbeschadet wieder heimkommen.“
Lob für reibungslosen Betrieb der Abteilung
Vier Ausschusssitzungen wurden abgehalten. Geiger dankte allen, die den reibungslosen Betrieb der Abteilung ermöglichen. Es folgten weitere Berichte: Jugendwart Stefan Kraft schilderte unter anderem die 24-Stunden-Übung vom 27./28. Juni, bei der es keine ruhige Minute gab – selbst nachts heulte die Sirene. Schriftführer Manuel Leins berichtete unter anderem vom Ausflug nach Kempten, Kassier Julian Leins legte eine geordnete Kasse vor. Die Altersabteilung umfasst derzeit zwei Mitglieder, wie Norbert Fischer erklärte.
OB Michael Kessler durch. lobte den Bericht und betonte die Bedeutung der Abteilungen vor Ort. Der Bedarfsplan sei stets realistisch aufgestellt worden, und wenn es um Sicherheit gehe, stehe der Gemeinderat geschlossen dahinter.
DRK-Vertreter Meinrad Fischer unterstrich die gute Zusammenarbeit, Ortsvorsteher Hartmut Göttler bezeichnete die Feuerwehr als festen Bestandteil des Dorflebens: „Ihr macht Ahldorf sicherer.“
Auszeichnungen, eine Wahl und ein bewegender Abschied
Ernennungen
Daniel Hertkorn und Jonas Nolze wurden zu Oberfeuerwehrmännern ernannt, Nina Schmid zur Oberfeuerwehrfrau, Kevin Fleck zum Löschmeister.
Ehrungen
Stefan Kraft wurde für 15 Jahre aktiver Feuerwehrdienst mit dem Landesehrenzeichen in Bronze geehrt, Marc Beyer für 25 Jahre mit dem Landesehrenzeichen in Silber. Uwe Fischer, Alexander Graf und Claus Schmid versehen seit 40 Jahren den aktiven Feuerwehrdienst. Sie erhalten das Feuerwehr-Ehrenabzeichen des Landes BW in Gold.
Wahl
Eine Wahl gab es auch. Julian Leins hört als Kassierer . Erik Hertkorn wurde als sein Nachfolger gewählt.
Zange für Jahraus
Kreisbrandmeister Frank Jahraus war auf seiner Abschiedstour in Ahldorf. In den vielen Dankesworten für ihn s gab es auch noch manche Anekdote, unter anderem sein Engagement als“ Grillmeister“, was dazu führte, dass Jahraus zum Ehrengrillmeister ernannt wurde und eine mit seinem Na-men eingravierte Grillzange bekam. Bei alle diesen ehrenden Dankesworten, die alle von Herzen kamen, gab es auch manche versteckte Träne zu sehen.