Während die Blumenkübel im Bauhof lagern, wartet Schwanau auf Ergebnisse der Verkehrsschau und eine politische Entscheidung, wie es weitergeht.
Eines Morgens im Oktober waren sie plötzlich weg: Die Blumenkübel von Allmannsweier, die in den Wochen danach bundesweite Berühmtheit erfahren sollten. Ursprünglich von der Gemeinde zur Verkehrsberuhigung im Herrenweg, in dem Tempo 30 gilt, aufgestellt, ließ Unternehmer Martin Herrenknecht die Kübel entfernen. Einige davon standen zwischenzeitlich auf dem Herrenknecht-Firmengelände.
Es folgte ein Hin- und Her, Berichterstattung in allen großen Medien des Landes inklusive. Zwei Monate danach, Mitte Dezember, berichteten auch die ARD-Tagesthemen noch mal über den kuriosen Fall in Schwanau. Neue Erkenntnisse gab es jedoch nicht. Kübel standen in der Tempo-30-Zone im Herrenweg keine – und öffentlich reden wollte kaum jemand. Einzig Gemeinderat Hartmut Läßle stellte sich vor die Kamera und schilderte seine Sicht der Dinge.
Und heute? Am Bild im Herrenweg, der in unmittelbarer Nähe zum Herrenknecht-Firmengelände verläuft, hat sich seitdem nichts geändert. Heißt: Keine Blumenkübel als zusätzliche verkehrsberuhigende Maßnahme. „Die Blumenkübel sind wieder alle im Besitz der Gemeinde Schwanau und sind im Bauhof eingelagert“, heißt es von der Verwaltung auf Anfrage unserer Redaktion.
Verkehrsschau hat wohl stattgefunden
Ob – und falls ja, wann – die Kübel wieder an den ursprünglich geplanten Ort gestellt werden, ist noch unklar. Eine Verkehrsschau hat wohl inzwischen stattgefunden. Aber: „Das Protokoll der Verkehrsschau liegt aktuell noch nicht vor“, so die Gemeinde. Und auch der „Entscheidungsprozess im Ortschafts- und Gemeinderat“ sei noch nicht abgeschlossen – „Ein endgültiges Ergebnis liegt somit noch nicht vor.“ Es dürfte also noch ein wenig dauern, bis eine Entscheidung über die Zukunft der Blumenkübel, die derzeit auf dem Bauhof verwahrt werden, fällt. „Zu gegebener Zeit“ werde man auch mit „Herrn Herrenknecht wieder in den Dialog treten“, heißt es von der Gemeinde.
Das Ziel in diesen Gesprächen dürfte klar sein: Ein weiteres Kapitel in der „Blumenkübel-Affäre“ von Allmannsweier soll es nicht geben.