Christopher Fischer (links) und die Wild Wings konnten Markus Eisenschmid und Co. oft nur hinterherschauen. Foto: Roland Sigwart

Eishockey: Schwenningen verliert gegen Mannheim deutlich mit 0:4. Mit Video

Die Schwenninger Wild Wings verlieren gegen den Tabellenführer aus Mannheim deutlich mit 0:4

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Die Devise von Schwenningens Coach Niklas Sundblad vor dem Derby gegen Mannheim war klar. Bei maximal drei Gegentreffern sei ein Sieg möglich. Nach der Partie gegen die Adler ließ sich bilanzieren: Weder ist das gelungen, noch hat es zum Sieg gereicht.

Nach zuletzt zwei 3:4-Niederlagen in Folge (gegen Augsburg und in München) wollten die Schwenninger im Derby in der heimischen Helios-Arena wieder auf die Erfolgsspur zurück. Gleichzeitig sollte der vierte Tabellenplatz in der DEL-Gruppe Süd verteidigt werden. Der Spitzenreiter aus Mannheim reiste jedoch mit breiter Brust und einem 4:1-Sieg bei den Straubing Tigers im Rücken an.

Sundblad vertraute dem selben Personal, das am Sonntag gegen Augsburg verloren hatte. Tyson Spink stand den Wild Wings weiterhin nicht zur Verfügung – das DEL-Schiedsgericht lehnte die Klage für eine Verkürzung seiner Zwei-Spiele-Sperre ab.

Turbulenter Auftakt

Beide Teams starteten druckvoll in die Partie und hatten gute Möglichkeiten, die Gäste aus Mannheim erwischten jedoch den etwas besseren Start. Die Adler stellten die Wild-Wings-Defensive vor einige Schwierigkeiten. Doch auch das erste Powerplay der Partie konnten die Gäste nicht zur Führung nutzen. Nachdem auch die Schwenninger in einer fast zweiminütigen 5:3-Überzahl nicht zu einem Torerfolg kamen, ging es mit einem torlosen Remis in die erste Drittelpause.

Viel Engagement defensiv

Auch im zweiten Drittel ging das Spiel flott weiter. Vor allem die Mannheimer traten zielstrebig auf und suchten immer wieder den direkten Weg zum gegnerischen Gehäuse. Ein Treffer wollte dem Spitzenreiter aber weiterhin nicht gelingen. Die Schwenninger taten sich – auch im Powerplay – schwer, gute Torchancen herauszuspielen.

Defensiv agierten die Gastgeber sehr engagiert, schmissen sich in die Schusslinien der Mannheimer. Max Hadraschek wurde das Mitte des zweiten Spielabschnitts zum Verhängnis – er musste nach einem spektakulären Block verletzt vom Eis. In dieser Phase spielten sich Wild-Wings-Keeper Joacim Eriksson und der Mannheimer Schlussmann Dennis Endras immer mehr in den Vordergrund und vereitelten einige gute Möglichkeiten. Beim Führungstor der Adler in der 39. Minute war Eriksson dann aber machtlos: Ein abgefälschter Versuch aus der Distanz landete direkt vor den Füßen von Markus Eisenschmid, der locker einschob. So ging es aus Schwenninger Sicht mit einem 0:1 erneut in die Kabine.

Adler souverän

Im letzten Drittel machte das Team von Adler-Coach Pavel Gross kurzen Prozess. Florian Elias erzielte in der 44. Minute das 2:0, Matthias Plachte und Nicolas Krämmer stellten mit einem Doppelschlag in der 58. Minute den Endstand her. Am Ende stand eine wohl etwas zu hohe 0:4-Pleite im Derby für die Wild Wings zu Buche – das erste Spiel der laufenden Saison, in dem die Schwenninger ohne eigenen Treffer blieben.

"Unsere 5:3-Überzahl im ersten Drittel war ein Knackpunkt. Wenn wir da ein Tor machen, sieht es ganz anders aus. So mussten wir einem Rückstand hinterherlaufen. Am Ende hat uns die Kraft gefehlt, um Mannheim noch mal gefährlicher zu werden", lautete das Fazit des sichtlich enttäuschten Niklas Sundblad.

Wild Wings – Mannheim 0:4 (0:0/0:1/0:3). Tore: 0:1 Eisenschmid (38:29), 0:2 Elias (43:08), 0:3 Plachta (57:12), 0:4 Krämmer (57:34/5:4). Strafminuten: Wild Wings: 8 – Mannheim: 10. Schiedsrichter: Kohlmüller/Rohatsch.

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