Die beiden Lokalrivalen SV Seedorf und VfB Bösingen befinden sich in guter Verfassung. Am Samstag um 15.30 Uhr kommt es zum direkten Aufeinandertreffen.
Zehn respektive zwölf Punkte holten der SV Seedorf und VfB Bösingen in den vergangenen fünf Landesligapartien. Passend zum Derby am Samstag sind beide also gut in Schuss. Zwar trennen die Mannschaften in der Tabelle 17 Punkte, aus Sicht von VfB-Coach Peter Leopold hat dies aber keine Relevanz für die Begegnung: „Es ist ein spezielles Spiel. Die Tabelle ist bei einem Derby zweitrangig. Uns ist die gute Form von Seedorf nicht entgangen.“
Emanuele Ingrao, Trainer der Seedorfer, gibt die Favoritenrolle hingegen an den Nachbarn ab. Er sagt aber auch: „Es ist ein Derby, da braucht kein Spieler eine Extra-Motivation. Wir müssen auf uns schauen und wollen gleich gut ins Spiel kommen.“ Dies gelang beim jüngsten Auswärtsspiel in Schwenningen sehr gut, als man im 1. Durchgang mit 2:0 in Front lag. „Aufgrund dessen ärgert mich das 4:4, auch wenn wir am Ende natürlich froh über den Ausgleich waren“, so Ingrao.
Kleinigkeiten werden wichtig
Er attestiert seiner Mannschaft in den vergangenen Duellen mit dem VfB „sehr gute Leistungen“. Leopold erinnert sich noch gut an das Hinspiel, welches sein Team 2:1 gewinnen konnte. Dazu sagt er: „Sie haben uns dort große Probleme bereitet. Seedorf ist stark bei Standardsituationen. Ich denke, dass Kleinigkeiten in dieser Partie entscheiden werden.“ Beim 6:2-Erfolg in der Vorwoche gegen Mühlheim zeigte sich seine Offensivabteilung bestens aufgelegt.
Torsten Müller stand dabei gar nicht auf dem Platz. Er laboriert noch an den Nachwirkungen eines harten Zweikampfs in Tübingen. Leopold verrät: „Er ist vorsichtig und hört in seinen Körper rein. Aktuell trainiert er dosiert, ist aber auf jeden Fall eine Option für die Partie.“ Neue Ziele will der Cheftrainer nach dem guten Lauf seiner Mannschaft noch nicht ausrufen. Stattdessen gelte es einfach so weiterzumachen, sich gut auf die Gegner vorzubereiten und „mitzunehmen, was möglich ist“.
SSC Tübingen verliert
Beim SV Seedorf dürfte man sich über die 1:3-Niederlage des SSC Tübingen am Mittwoch in Tuttlingen gefreut haben. Das Ingrao-Team steht nun auch bei identischer Anzahl an Spielen vor den Unistädtern. Ingrao weiß: „Das sah vor ein paar Wochen noch ganz anders. Der Abstand ist aber minimal und die Tabelle lügt immer noch etwas, weil Albstadt und Harthausen noch weniger Partien haben. So schnell wie wir viele Punkte geholt haben, kann das auch anderen Mannschaften gelingen.“
Frieder Mauch gesperrt
Er muss auf den zuletzt sehr starken Frieder Mauch verzichten, der beim BSV mit „Gelb-Rot“ vom Platz musste. Ansonsten sieht der Kader sehr ähnlich aus. Am Sonntag empfängt Tübingen dann den FC 07 Albstadt. Einer der Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt wird also in jedem Fall punkten. Auf den SVS warten im restlichen Saisonverlauf mit den Partien gegen Harthausen, Albstadt und Tübingen ebenfalls noch direkte Duelle.
Die Bösinger hingegen könnten – sofern sie ihren Siegeszug fortsetzen – in der Tabelle sogar noch weiter klettern. Das Derby verspricht also jede Menge Spannung.