Klaus Bea und seine Kamera im Einsatz für den Schwarzwälder Boten Foto: Haas

Der „Urwolfacher“ Klaus Bea war lange Zeit für den Schwarzwälder Boten in der Stadt unterwegs.

Immer einsatzbereit, immer da, wenn es darum ging über Geburtstage oder Jubiläen zu berichten oder auch, um ein fehlendes Foto beizusteuern, so kennt ihn unsere Redaktion. Und da er in Hörweite der Feuerwehr wohnte, war die Redaktion sofort informiert, wenn diese ausrückte.

 

Geboren wurde Klaus Bea am 13. Februar 1945 in Wolfach und er lebte bis er im vergangenen Jahr in das Pflegeheim St. Luitgard in Oberwolfach kam, in seinem Elternhaus in der Grabenstraße, also mitten in der Stadt.

„Dass ich so lange fit war, liegt sicher daran, dass ich früher Leistungssport gemacht habe“, blickt Klaus Bea bei einem Besuch unserer Redaktion zurück. Er sei süddeutscher Vizemeister im 50 Kilometer Gehen gewesen, erzählt er.

1960 habe er begonnen bei der Post zu arbeiten, er sei Postbote gewesen, berichtet er. Dann begann er nebenher für den Schwarzwälder Boten zu arbeiten. Auf die Idee habe ihn der Hausacher Helmut Selter gebracht, der auch für die Post arbeitete und mehr als ein halbes Jahrhundert für den Schwabo arbeitete.

„Man hat mich den fliegenden Reporter genannt und ja, es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Man war mit den Leuten zusammen und hat dieses und jenes erfahren“, erzählt Klaus Bea mit einem Lächeln im Gesicht.

Aber seine ganz große Leidenschaft war das Nikolausspielen. 50 Jahre lang war er in seinem Bischofskostüm in Wolfach und teils auch außerhalb unterwegs, vor allem um die Kinder zu erfreuen. Weißer Rauschebart, Lockenperücke, Mitra, Bischofsstab und das goldene Buch gehörten immer dazu.

Sein Vorbild war der frühere Messner Fritz Jehle, dem Klaus Bea als Bub das Vater unser aufsagte. Klaus Bea war es wichtig, das echte Nikolaus-Brauchtum aufrecht zu erhalten, also das andenken an den Heiligen Nikolaus von Myra. Das Wichtigste sei ihm immer gewesen, den Kindern ein Freund zu sein, und nicht mit erhobenem Zeigefinger aufzutreten. Und so standen in dem goldenen Buch auch keine Missetaten, sondern nur wichtige Daten über die Kinder, erzählt er.

Aber nicht nur bei den Besuchen als Nikolaus war ihm das Wohl der Kinder am wichtigsten. Der Erlös aus den dabei gesammelten Spenden ging an den Förderverein krebskranker Kinder in Freiburg.

Auch das Pflegeheim St. Luitgard hat er als Nikolaus besucht, um den Senioren eine Freude zu machen. Und sein Wunsch sei es, im Pflegeheim mal wieder als Nikolaus aufzutreten, erzählt er und meint mit einem Lächeln im Gesicht: „Jetzt bin ich ein Uralt-Nikolaus“.

Im Pflegeheim ist er zufrieden, sagt Klaus Bea und er würde sich über viel Besuch zu seinem Geburtstag freuen.