Noah Braun (links) behauptet sich gegen seinen Gegenspieler. Simun Birkic beobachtet den Zweikampf während seinem Sprint. Foto: Kara

Eine Serie an Heimspielen, eine Mannschaft in guter Form und keinerlei Personalprobleme: Die Vorzeichen für das Spiel gegen den SV Seedorf (Sonntag, 16.30 Uhr) stehen gut.

Insgesamt neun Spieler nahmen beim 6:0-Erfolg der TSG Balingen II gegen den VfL Mühlheim auf der Auswechselbank Platz – der Kader ist momentan voll besetzt. Doch es ist nicht nur die Menge an Spielern, Trainer Philipp Wolf hebt auch explizit die Qualität hervor. „Wir hatten sehr viel Qualität auf der Bank.“So kann man sich beispielsweise den Luxus erlauben, einen Spieler wie Noel Feher (schon sechs Saisontore) „nur“ einzuwechseln.

 

Wolf sagt: „Die Entscheidung wer spielt ist nicht schwierig. Die Entscheidungen wer nicht spielt aber schon. Die Jungs scharren alle mit den Hufen, wir versuchen da viel zu kommunizieren.“

Duha Dogan hütet das Tor

Da außer Alessandro Leoniello (krank) auch am Wochenende alle Spieler einsatzbereit sind, hat das Trainer-Team wieder die Qual der Wahl. Klar ist, dass Duha Dogan wieder im Tor stehen wird. Nach dem in der Vorsaison ein regelmäßiger Wechsel praktiziert wurde, ist er in dieser Saison die klare „Nummer eins“. „Wir haben ja noch Pascal Kusch und Jonas Zirngibl. Dieser spielt auch regelmäßig bei der U19. Pascal kam gerade aus der Jugend heraus, für ihn es ein Jahr zum Lernen“, so Wolf.

Mit dem SV Seedorf erwartet er am Sonntag zu ungewohnter Zeit einen „sehr kampfstarken Gegner“. „Ich gehe davon aus, dass sie auf Balleroberungen aus sind und dann ins Umschaltspiel kommen wollen“, so Wolf.

In der Spielzeit 2023/24 war er „Sportlicher Leiter Jugend“ bei der Spielgemeinschaft von Seedorf und Dunningen. Mancher A-Jugend-Spieler von damals ist nun in der 1. Mannschaft beim SVS angekommen. „Aufgrund der Anfrage aus Balingen war meine Zeit dort schneller beendet als gedacht“, denkt er zurück.

Baumgartner kennt den SVS gut

Eine noch größere Verbindung zum kommenden Gegner hat Co-Trainer Jonas Baumgartner, der auch Trainer der 1. Mannschaft war. „Wir haben uns in Seedorf auch kennengelernt. Für ihn ist es sicher noch eine emotionalere Partie“, weiß Wolf.

Da Seedorf den Tausch des Heimrechts angefragt hatte, spielen die Balinger inklusive der Begegnung in der Vorwoche vier von fünf Partien auf dem heimischen Platz. „Heimspiele sind immer von Vorteil für uns. Auswärts sind viele Plätze schlechter, was bei unserer Spielanlage Probleme machen kann“, ordnet Wolf ein.

Arutunjan kehrt zurück

Hält man sich in den nächsten Partien schadlos, kann man der SG Empfingen mindestens auf den Versen bleiben. Die erste Hürde auf diesem Weg ist der SV Seedorf. Dort ist unter anderem der Ex-Balinger Harut Arutunjan am Ball. Der 26-jährige Offensivspieler kam in seiner Zeit auf 15 Einsätze in der Regionalliga Südwest und lief auch immer wieder für die 2. Mannschaft auf.