Der Landesliga-Spitzenreiter TSG Balingen II kommt am Samstag nach Nagold. Den hatte der VfL in dieser Saison aus dem WFV-Pokal geworfen.
VfL Nagold – TSG Balingen II (Samstag, 15.30 Uhr). „Das war einfach viel zu wenig. Wir hätten drei Punkte gebraucht. Leider ist es nur einer geworden“, blickte der Nagolder Trainer Marcel Schuon auf das magere 1:1 in der Fußball-Landesliga beim Tabellenvierzehnten FC Albstadt zurück. Der Gegner war offensiver gestartet als es der VfL Nagold erwartet hatte. Schuons Analyse: „Eine gute Chancen durch den schön freigespielten Tom Gutekunst, dann aber haben wir den Gegner zu Torchancen eingeladen haben. Nach dem Führungstreffer durch Pana haben wir es in der zweiten Halbzeit verpasst, ein weiteres Tor zu machen. Chancen waren genug da. Das war zum Teil fahrlässig. Auch die Einwechslungen haben nicht so gefruchtet wie ich mir das gewünscht hätte. Der Gegner hatte dann immer mehr an seine Chance geglaubt.“
Dies am Fehlen von Johannes Fleischle und Elias Bürkle (muskuläre Probleme) festzumachen, wäre zu kurz gesprungen. Mit dem Unentschieden hat sich der Rückstand auf Platz zwei auf sieben Punkte erhöht. Zudem sind die beiden Mitbewerber SV Zimmern und die SG Empfingen jeweils noch ein Spiel im Rückstand.
Weit voraus ist auch die TSG Balingen II, die Landesliga-Tabelle anführt. Dennoch geht der VfL Nagold nicht als Außenseiter in die Partie. Im Hinspiel gab es ein 1:1-Unentschieden (Torschütze: Jan Beifuß), in der zweiten Runde des WFV-Pokals fuhr der VfL trotz zahlreicher Ausfälle einen 2:0-Erfolg ein. Einer der damaligen Garanten war Ex-Torhüter Bubacarr Sanyang. Der hatte zwar nur als Aushilfe gespielt, aber so als wäre er nie weg gewesen.
Kommt Thomaidis zurück?
Die TSG Balingen II, zuletzt spielfrei, hatte pikanterweise eine Woche zuvor mit 2:0 gegen den FC Albstadt gewonnen. Dabei hatte Torjäger Mirhan Inan sein 21. Saisontor erzielt. Er, Noel Feher und Noah Neff (beide neun Tore) haben über die Hälfte der Balinger Tore erzielt. Dahinter folgt der Ex-Nagolder Christos Thomaidis mit fünf Toren. Am Samstag gibt es ein Wiedersehen – und die Frage, ob an den Spekulationen etwas dran sein könnte, dass Thomaidis in der nächsten Saison wieder im VfL-Trikot zu sehen sein wird. Unter TSG-II-Trainer Philipp Wolf ist er zwar Stammspieler, aber in einer etwas anderen Rolle als zuvor in Nagold.