Page Sophie Glöckler-Tronnolone (von links), Oberzunftmeister Michael Andlauer, Lichtbewahrer Christian Hiller und Page Madlen Andlauer mit dem entzündeten Narrenlicht. Foto: Narrenzunft Sendewelle

Die Altdorfer Narrenzunft hat mit Christian Hiller den Beschützer ihres Narrenlichts gefunden und ist damit in die fünfte Jahreszeit gestartet. Für die anstehenden Fasentshöhepunkte hat der Verein aus dem Ettenheimer Ortsteil viel vor.

Die Narrenzunft Sendewelle ist in ihre Fasentkampagne gestartet. Ein erster Höhepunkt der traditionellen „Baisroler Fasent“ ist die Suche des sogenannten Lichtbewahrers. Entstanden ist diese Figur durch Aufgabe des Fasentprinzen. Seit 1974 machen sich die Narrenräte auf den durch das Los bestimmten Beschützer des Altdorfer Narrenlichts zu suchen, erklärt die Zunft in einer Pressemitteilung.

 

Oberzunftmeister Michael Andlauer führte am Samstagabend die Narrenräte durch die Straßen Altdorfs. Angeführt wurden sie von der übergroßen von vier Hästrägern getragenen Narrenlichtlaterne. Nach vielen Kilometern durch die Straßen wurde man fündig. Christian Hiller traf das Los, welches Vorgänger und Zwillingsbruder Thomas Hiller gezogen hatte. In der Altdorfer Fasent sei er kein Unbekannter.

Der aus Schmieheim stammende Hiller ist seit 1989 in der „Sendewelle“ aktiv. 1996 wurde er in den Narrenrat berufen und 2016 zusätzlich zum Umzugsmeister. Auch seine handwerklichen Fähigkeiten lasse der neue Lichtbewahrer der Zunft zugutekommen, sei es beim Requisitenbau für den Brauchtumsabend oder beim Wagenbau.

Der Narrenfahrplan ist gefüllt mit Veranstaltungen

Die Freude darüber, nun als Lichtbewahrer ausgelost worden zu sein, war bei Hiller und der gesamten Zunft groß, heißt es in der Mitteilung.

Das nächste großes Ereignis im Narrenfahrplan der „Sendewelle“ ist der Brauchtumsabend, welcher am Samstag, 15. Februar, um 19.11 Uhr über die Bühne in der Münchgrundhalle geht. Die Wiederholung findet am Samstag 22. Februar zur gleichen Uhrzeit an gleicher Spielstätte statt.

Bewährte und neue Bühnenakteure bereiten sich auf diesen Höhepunkt der Altdorfer Saalfasent vor. Zeremonienmeisterin Angela Bühler stellt aus allen Tanz-, Wort-, und Showbeiträgen ein unterhaltsames Programm zusammen, verspricht die Narrenzunft.

Nicht fehlen dürfe das am besten gehütete Geheimnis der Altdorfer Fasent, die „Fußwäschede“. Welchen Persönlichkeiten es zuteil wird, den Sendewelle Fußwäscherorden umgehängt zu bekommen, wird dann geklärt. Begleitet wird das Programm von den Altdorfer Schwarzwaldmusikanten.

In den letzten Jahren zum Höhepunkt der Altdorfer Straßenfastnacht entwickelt hat sich der große Fasent-Samstagsumzug.

Eine große Zahl an Fuß-, Musik- und Wagengruppen haben sich angekündigt. Am Samstag, 1. Februar, pünktlich um 14.11 Uhr ziehen die Narren dann durch Altdorfs Straßen.

Traditionell gehört am Rosenmontag den ganz Kleinen die ganz große Narrenbühne. Dem Kindernachmittag geht der Straßenumzug voraus.

Angebote für die Kleinen am Rosenmontag

Angeführt von den Altdorfer Musikern starten die kleinen Indianer, Cowboys, Prinzessinnen und weitere fantasievolle Kostüme um 14.11 Uhr in der Löwenstraße, so die Narrenzunft Sendewelle.

Die Münchgrundhalle beherbergt den Nachmittag mit Spiel, Spaß und Unterhaltung für den Narresome. Am Dienstag um 19 Uhr heißt es dann wieder Abschied nehmen – mit der Fasentverbrennung am Adlerplatz.