Michael Lepple hat sich nach dem Rückschlag des Marktes in seiner Heimat aufgerappelt: Er mischt jetzt beim Weihnachtsmarkt in Freudenstadt mit und hat Kunsthandwerk nach Horb gebracht.
Gut, dass wir solche Unternehmer haben. Auch im Kunsthandwerk. Erfolg, Rückschlag, Corona-Frust und dann der Wiederaufbau. Jetzt mischt Michael Lepple die Märkte in beiden großen Städten des Landkreises auf. Und das auch noch parallel.
Lepple: „Eigentlich wollte ich vor drei Jahren mit dem Kunsthandwerker- und Streetfood-Markt in Freudenstadt starten. Doch den musste ich kurzfristig absagen. Deshalb ging es dort vor zwei Jahren los – und auch parallel in Horb.“
Die große Hauptstadt hatte vor zwei Jahren ihre Manufakturenstadt gestartet und konnte Lepple gewinnen, ein breites und passendes Marktangebot für Kunsthandwerk und Upcycling aufzustellen. Und jetzt hat sein Angebot zum Horber Frühling und zum Horber Stadtfest am letzten Sommerferien-Wochenende schon (fast) Tradition.
Und in Freudenstadt? Da ist Lepple gemeinsam mit Harry Kläger der Mann für den Weihnachtsmarkt. Während Horb ihn – trotz Corona – jedes Jahr durchgeführt hatte, ist dort in diesem Jahr nach zwei Jahren Pause Neustart.
In Freudenstadt ist Lepple beim Neustart des Weihnachtsmarkts dabei
Freudenstadts Wirtschaftsförderin Elke Latscha: „Die Stadt veranstaltet den Markt und plant diesen auch. Unterstützung erhalten wir von Harry Kläger, Gastronom in Freudenstadt, der das Thema Eisstockbahn mit plant und die Gastronomiebetriebe akquiriert hat. Michael Lepple wird uns bei der Durchführung des Marktes vor Ort unterstützen und steht beratend beim Thema Kunsthandwerker zur Seite – hier hat die Akquise aber weitestgehend selbstständig geklappt, weil wir viele Anfragen hatten.“
Für Lepple eine Aufgabe, auf die er sich riesig freut: „Wir werden zwei Wochen Weihnachtsmarkt in Freudenstadt machen. Vom 5. bis 8. Dezember von 11 bis 21 Uhr. und vom 12. bis 15. Dezember. Mit 25 Hütten, die wechselnd belegt werden. Vereine und Kindergärten dürfen dabei sein, aber auch Kunsthandwerker – wir sind knicke-knacke voll. Und es wird sicherlich eine meiner Herausforderungen vor Ort sein, den sich abwechselnden Bespielern der Hütten zu helfen, wenn es irgendwo klemmt.“
Das sagen die Markt-Veranstalter zu Michael Lepple
Eine wichtige Aufgabe und Herausforderung. Die Wirtschaftsförderung Freudenstadt, so Elke Latscha, hatte noch einen anderen Bewerber. Man hat sich aber für Michael Lepple entschieden. Latscha: „Er brennt für seine Sache, ist unkompliziert, professionell und angenehm.“
Und auch in Horb geht es weiter mit dem Kunsthandwerkermarkt. Claudia Beuter, Leiterin des Stadtmarketings, die den Weihnachtsmarkt in Horb ohne Pause auch in Corona-Zeiten durchgeführt hatte: „Wir arbeiten sehr gut zusammen. Was wir mit Michael Lepple besprechen, das passiert auch.“
Nach dem Rückschlag im Waldachtal ist Marktmacher wieder im Spiel
Und Lepple kann sich natürlich noch mehr vorstellen. Der Marktmacher aus Salzstetten: „Alles hat in Salzstetten angefangen – mit einem Tag der offenen Tür in meinem Atelier. Ich habe mein Netzwerk angefunkt, und gleich 20 Aussteller haben sich gemeldet. Das habe ich zweimal gemacht und es wurde richtig angenommen. Dann habe ich einen Kunsthandwerkermarkt mit Krämermarkt gemacht – die ganze Straße wurde abgesperrt. 70 Stände und 8000 Besucher. Doch die Marktschilder und Absperrungen wurden geklaut. Ich hatte Waldachtals Bürgermeisterin Grassi gebeten, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Die hat sich geweigert. Da habe ich Salzstetten dann gelassen.“
Dann sind wir mal gespannt, der wie wackere Marktmacher aus Salzstetten die Märkte in Freudenstadt und Horb weiter aufmischt.