Den großen Verführer Jan Erik Hanussen interpretiert Marcus Michalski (Mitte) als Machtmenschen. Foto: Pfeiffer Photodesign/Patrick Pfeiffer

Mit der Uraufführung von Stefan Heyms „Der große Hanussen“ findet Klaus Hemmerle aktuellen Bezug zum Krieg in der Ukraine. Wir klären, ob sich ein Besuch des Stücks an der Esslinger Landesbühne lohnt.

Der Magier Jan Erik Hanussen tanzte mit seiner Zeit auf dem Vulkan. Wie Adolf Hitler, der mit den Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 die Macht ergriff, verführte der Hellseher die Menschen mit seinen Zukunftsvisionen – unter anderem vom Reichstagsbrand. Der Schriftsteller Stefan Heym hat 1941 im amerikanischen Exil ein Drama über das Leben und die Ermordung Hanussens geschrieben, der eigentlich Hermann Chajm Steinschneider hieß. Er war jüdischer Herkunft. Nun bringt Regisseur Klaus Hemmerle „Der große Hanussen“ an der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB) zur Uraufführung. Ohne den historisch schweren Stoff aus der Zeit zu reißen, schwingen in seiner Inszenierung Kriegsangst und die Furcht vor geistiger Gleichschaltung mit.

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