Im Abseits: Novak Djokovic verliert international an Achtung. Foto: AFP/Martin Keep

Novak Djokovic hat sich mit seinen Tricksereien bei der Einreise zu den Australian Open ins Abseits geschossen. In der Heimat aber ist der Tennisstar ein Volksheld und bestätigt den Opfermythos der serbischen Nationalisten.

Stuttgart/Melbourne - Wie sehr einem der Ruhm des eigenen Sohns die Sicht auf die Dinge vernebeln kann, das bewies Srdjan Djokovic auf dem Podium im Belgrader Restaurant Novak 1 sehr eindrucksvoll. Er habe seinen Filius am Telefon noch einmal geraten, „die Wunden der Schlacht wie Jesus zu ertragen, denn auch er wurde gekreuzigt – und lebt immer noch unter uns“, erklärte der Vater des weltbesten Tennisspielers Novak Djokovic vor laufenden Kameras mit unnachgiebiger Miene. Dabei wusste der Senior trotz seiner sehr eigenwilligen Einordnung des noch immer laufenden Einreisedramas um den Titelträger im Herreneinzel der Australian Open seine Landsleute geschlossen hinter sich.

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