Das „Lilo’s“ in Schwenningen sorgt mit einem besonderen Döner-Konzept für Aufmerksamkeit. Wir haben hinter die Kulissen geschaut.
Seit etwa einem Jahr gibt es „Lilo’s“ bereits in der Charlottenstraße in Schwenningen. Wir haben uns den modern eingerichteten Imbiss einmal näher angeschaut und nachgefragt, was ihn in der Region so einzigartig macht.
Schon beim Eintreten wird klar: Hier ist immer etwas los. Auch am Nachmittag, gegen 15.30 Uhr, stehen noch hungrige Gäste an – der Döner schmeckt hier offenbar rund um die Uhr.
„Von 14 bis 17 Uhr haben wir eigentlich Ruhezeit“, meint Majed Mouhana scherzhaft, der gemeinsam mit seinem Vater, Elyes Mouhana und dessen Ehefrau Klaudia Haj den Laden führt. Davor und danach haben sie eigentlich erst „Rushhour“.
Das macht „Lilo’s“ besonders
Die Familie Mouhana ist im Dönergeschäft erfahren. Bevor sie das „Lilo’s“ in Schwenningen eröffnete, habe die Familie bereits einen Imbiss in Bad Dürrheim betrieben, erzählt uns Majed Mouhana.
Er selbst habe vor ein paar Jahren eine berufliche Station in Berlin gemacht und kehrte schließlich in seine Heimatstadt zurück – mit einem klaren Vorhaben: Den Döner „Berliner Art“ in den Schwarzwald-Baar-Kreis zu bringen.
Im August 2024 ist es dann so weit. Mit der Start-Aktion von einem Euro pro Döner lockt der Familien-Imbiss Kunden an. Aber auch ein Jahr später scheinen diese den „Berliner Döner“ gut anzunehmen, so der Jung-Unternehmer. Denn inzwischen habe er bestimmt schon 30 Stammkunden, dazu zählen auch Mitarbeiter von Unternehmen.
„Jeden Samstag ist der Media Markt da“, erzählt der junge Gastronom lachend und auch sonst habe er einige Döner-Liebhaber, bei denen er schon wisse, was sie bestellen wollen, wenn sie nur ihre Nase zur Tür reinstecken.
Was ist ein „Döner Berliner Art“?
Doch was ist eigentlich ein „Döner Berliner Art“ und was unterscheidet ihn von dem altbekannten gefüllten Fladenbrot. „Es beginnt schon mit dem Brot“, erklärt uns Majed Mouhana, es sei innen fluffig und außen knusprig. „Wir toasten das Brot“, erläutert er. Auch ihr Dönerfleisch hebe sich von dem klassischen Hackfleisch-Grillspieß ab – obwohl dieser auch angeboten wird.
Der junge Imbiss-Inhaber betont, dass ihr Döner durch das sogenannte „Yaprak“ – dünn aufgeschnittenes Fleisch vom Jungbullen – in der Region heraussticht. Zum einen werde ausschließlich hochwertiges Fleisch verwendet, zum anderen folge die Zubereitung einer hauseigenen Rezeptur, die dem Döner seinen besonderen Geschmack verleihe.
Auch die Soßen, die angeboten werden, sind nach Berliner Art. Dort würden diese seit 50 Jahren so gemacht werden, verrät er uns. Den finalen Pfiff bekomme der Döner mit einem Spritzer Zitronensaft, um dem Ganzen Frische zu verleihen, so Mouhana.
Überraschungen im Döner-Imbiss
Dass das Konzept gut ankommt, bestätigt auch ein Kunde: „Das ist der beste Döner in Schwenningen“, meint Armin Kaltak und beißt herzhaft in seinen Kebab. Es gäbe in der Gegend nichts Vergleichbares, fügt er hinzu.
Auch für die Zukunft habe „Lilo’s“ noch einige Neuerungen parat. „Wir wollen noch mehr machen", berichtet Majed Mouhana. „Für Veggies und Veganer wird es was richtig Cooles geben.“
Dazu ist für die Zukunft, neben dem klassischen Hackfleisch-, dem Hähnchenfleisch-Spieß und dem „Yaprak“ noch ein vierter Spieß geplant. „Aber das bleibt eine Überraschung“, erzählt er uns augenzwinkernd.