Die Würfel sind gefallen. Die insolvente Deko-Kette Depot lässt der Ankündigung, Filialen schließen zu wollen, nun Taten folgen. Offensichtlich gibt es eine Streichliste. Damit steht auch fest, wie es für den Standort in Nagold weitergeht.
In der Vorweihnachtszeit ist in der Nagolder Depot-Filiale am Busbahnhof oft besonders viel los. Das ist auch in diesem Jahr so. Die Adventszeit ist Deko-Zeit. Und das lockt wieder viele Kunden zu dem Spezialisten für Dekorationsartikel.
Ob das auch in Zukunft so sein wird? Depot musste im Laufe des Jahres Insolvenz anmelden. Zudem hieß es, dass etliche Filialen geschlossen werden müssen. Ob darunter auch die Filiale in Nagold ist, war bis jetzt unklar. Nun scheint eine Entscheidung gefallen zu sein.
Der Deutschen Presse-Agentur liegt eine Liste vor, nach der vor allem Depot-Märkte in Großstädten keine Zukunft haben. Die Nagolder Filiale ist demnach nicht betroffen. Das Bild bestätigt sich auch bei einem Besuch vor Ort. „Diese Filiale bleibt offen“, ist da in großen weißen Lettern auf roten Plakaten im Schaufenster zu lesen.
Sicher schien das lange Zeit nicht. Zumal auch diverse Räumungsverkäufe und Rabattaktionen, die Unsicherheit über den Fortbestand der Nagolder Filiale vergrößerten.
Der insolvente Deko-Händler Depot schließt bis Jahresende mindestens 27 Filialen in Deutschland. Das sagte der Geschäftsführer des Einzelhandelsunternehmens, Christian Gries, der Deutschen Presse-Agentur. 17 seien bereits dichtgemacht worden. Das Filialnetz schrumpft damit auf 285 Geschäfte.
Womöglich werden auch noch weitere Filialen geschlossen. Die Verhandlungen mit einigen Vermietern laufen noch. „Läden, mit denen wir kein Geld verdienen, werden wir konsequent schließen“, wird Gries zitiert.
Depot ist eine Tochter der Gries Deco Company (GDC). Die Kette hatte während und nach der Corona-Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit wurde im Juli Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.