Bei einer Besichtigung der Deponie in Balingen haben sich Kreistagsmitglieder zum Stand der Ausbauarbeiten informiert. Foto: Steffen Maier

Mitglieder des Kreistages Zollernalbkreis haben die Deponie „Hölderle“ in Balingen besucht und sich zum Stand der Ausbauarbeiten informiert.

Einen Überblick über die Ausbauarbeiten an der Deponie „Hölderle“ in Balingen haben sich Mitglieder des Kreistages verschafft, als sie selbige jüngst besucht haben.

 

Bei der Besichtigung mit dabei waren auch Landrat Günther-Martin Pauli, der erste Landesbeamte Matthias Frankenberg sowie Lisa Tillinger, Leiterin des Amts für Abfallwirtschaft, heißt es in einer Pressemitteilung.

Markus Elsen, Geschäftsführer der Firma Storz, sowie Heiko Töhne von Ingenum Grey als Projektverantwortliche informierten vor dem Gang ins Gelände über den Aufbau der Deponie und die Erweiterungen der zusätzlichen Abschnitte.

Beim Rundgang wurden außerdem die Basisabdichtungssysteme vorgestellt, die für die Errichtung von Deponiebereichen notwendig sind.

Bis Ende 2025 soll der Schieferberg abgetragen und der Ausbau beendet sein

„Der Ausbau der Deponien gewährleistet langfristige Entsorgungs- und Planungssicherheit – und er garantiert den Zollernälblern kurze Wege und damit umweltfreundliche Entsorgungsmöglichkeiten“, so Pauli. Ein Teil der neuen Abschnitte ist bereits in Betrieb, endgültig abgeschlossen sein sollen die Arbeiten Ende 2025.

Thematisiert wurde bei dem Rundgang die große Menge an Schiefermaterial, die den aktuellen Baumaßnahmen geschuldet und derzeit noch auf dem Deponiegelände aufgetürmt ist. Ende Mai wurde bereits damit begonnen, diesen „Schieferberg“ zu verkleinern – bis Jahresende soll alles abgetragen sein.

Neue Deponieklassen sollen die Kapazitäten in Hechingen schonen

Der Ausbau der Deponien Hölderle in Balingen-Weilstetten sowie Schönbuch in Albstadt-Tailfingen läuft seit Frühjahr 2024. Der Landkreis investiert dabei in einem ersten Schritt 14,6 Millionen Euro.

Beide Standorte waren bisher Deponien für unbelasteten Erdaushub, also Deponien der sogenannten Deponieklasse (DK) -0,5. Neu hergestellt werden DK-0- und DK-I-Bereiche, wo leicht belastete Böden oder leicht verunreinigter Bauschutt sowie unter anderem asbesthaltige Baustoffe abgelagert werden dürfen – dem entsprechend gelten höhere Anforderungen.

In Bezug auf die Schonung von Deponiekapazitäten ist der Ausbau der bisherigen Erddeponien von großer Bedeutung, weil damit Bereiche der Deponieklasse II in Hechingen geschützt werden – der einzigen Deponie im Zollernalbkreis, auf der noch stärker belastetes Material angeliefert werden darf.