Jörg Küster (rechts) erklärt den Besuchern am Denkmaltag die Fürstengruft unter der Stiftskirche. Foto: Kauffmann

Sieben historische Bauten öffneten am Tag des Denkmals ihre Pforten für interessierte Besucher.

Sie haben Jahrhunderte überdauert und den Geist der Geschichte geatmet: Die altehrwürdigen Mauern der historischen Bauten, die am Sonntag beim Tag des offenen Denkmals in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückten.

 

Wo das letzte Fürstenpaar ruht

Darunter war auch die Fürstengruft, Ruhestätte des letzten Fürstenpaars von Hohenzollern unter der Stiftskirche: Metallsärge mit Fürst Friedrich Wilhelm Constantin und Fürstin Eugenie sind dort aufgebahrt. Die Gruft ist nur selten zugänglich und auch die Führung von Jörg Küster am Tag des offenen Denkmals fand reges Interesse. Der Stadtführer wusste dabei nicht nur Wissenswertes über die Fürstengruft zu erzählen. Er erklärte darüber hinaus auch die größeren Zusammenhänge, etwa, warum Hohenzollern preußisch wurde und warum es während der Herrschaft Napoleons eigenständig blieb.

In der Villa eröffnete am gleichen Tag eine Ausstellung

In der Gesamtstadt Hechingen öffneten neben der Fürstengruft sieben Gebäude ihre Pforten für Geschichtsinteressierte, die sich bei strahlendem Spätsommerwetter auf einen Streifzug durch die Vergangenheit begaben. Auf fürstlichen Spuren konnten die Besucher in der Villa Eugenia wandeln, wo die Besucher nicht nur das Gebäude, sondern auch die am gleichen Tag eröffnete Kunstausstellung ansehen konnten.

Kunst gab es auch in der Klosterkirche St. Johannes in Stetten, wo Bildhauer Manfred Welzel seine Skulpturen ausstellte. Führungen gaben einen Eindruck von der Geschichte des Bauwerks. Geöffnet war darüber hinaus die Wallfahrtskirche Maria Zell in Boll, die Friedhofskirche in Schlatt, das Schwefelhäuschen bei Sickingen und die Urbanskapelle in Weilheim.