Die Stadt Geislingen darf sich freuen. Gleich zwei Projekte werden bei Erhalt und Sanierung vom Land gefördert – mit fünf- beziehungsweise sechsstelligen Summen.
Die Stadt Geislingen sowie der Ortsteil Binsdorf profitieren von der Denkmalförderung, die vom Land Baden-Württemberg ausgeschüttet wird. Fünf- beziehungsweise sechsstellige Summen fließen von Stuttgart in die Kommune im Zollernalbkreis.
„Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen gibt rund 6,7 Millionen Euro an Fördermitteln zum Erhalt und zur Sanierung von 48 Kulturdenkmalen frei“, informiert das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen in einer Mitteilung.
Zu den geförderten Projekten gehört das ehemalige Dominikanerinnenkloster in Binsdorf. Hier unterstützt das Land die Gesamtinstandsetzung – konkret Bauarbeiten an der Süd- und Ostfassade – mit knapp 55 000 Euro.
Razavi: Engagement wird gewürdigt
Gut 220 000 Euro fließen in die Renovierung der katholischen Pfarrkirche St. Ulrich. Das Geld wird eingesetzt für die Innenrennovation, neue barrierefreie Eingänge und die Dachkonstruktion.
„Mit der Denkmalförderung würdigen wir das große Engagement der vielen Privatpersonen, Kirchen, Kommunen und Vereine, das mit dem Erhalt eines Denkmals verbunden ist. Ich freue mich sehr, dass wir in der zweiten Tranche der Förderung in diesem Jahr 48 Vorhaben mit insgesamt rund 6,7 Millionen Euro unterstützen können“, wird Bauministerin Nicole Razavi in der Mitteilung zitiert.
Von den geförderten Projekten entfallen laut Angaben des Ministeriums 18 auf private Vorhaben, 22 auf kirchliche und acht auf kommunale Projekte.
Nicole Hoffmeister-Kraut freut sich über die Fördergelder
Ministerin Razavi betonte: „Die vielfältigen Kulturdenkmale im Land sind ein wichtiger Teil unserer Identität. Sie prägen unsere Kulturlandschaft und stehen für die reiche Geschichte Baden-Württembergs. Diese soll auch für kommende Generationen weiterhin erlebbar sein.“
Große Freude über die Förderung im Zollernalbkreis kommt bei der Balinger Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) auf: „Mit der Denkmalförderung unterstützen wir das großartige Engagement für den Erhalt und die Pflege unserer Kulturdenkmäler. Unsere Bürgerinnen und Bürger, Kirchen, Kommunen und Vereine leisten hier einen ganz wichtigen Beitrag für die Identität unseres Landes. Dieses Engagement unterstützen wir in diesem Jahr mit rund 6,7 Millionen Euro, von denen 48 Projekte profitieren.“
Gelder gehen an Projekte im ganzen Land
Die Kulturdenkmale im Land „prägen unsere Kulturlandschaft und stehen für die reiche Geschichte Baden-Württembergs. Diese soll auch für kommende Generationen erlebbar sein“, betont die Landtagsabgeordnete weiter.
Gelder gehen neben den beiden Gebäuden in Geislingen an Projekte in ganz Baden-Württemberg. Die Förderung umfasst beispielsweise die Steinsanierung am Freiburger Münster mit 500 000 Euro und die Restaurierungsarbeiten am Ulmer Münster mit ebenfalls 500 000 Euro.
Gegenwärtig finden in der Geislinger Pfarrkirche St. Ulrich keine Gottesdienste aufgrund der Renovierungsarbeiten statt. Voraussichtlich erst ab Weihnachten 2025 können hier wieder Gottesdienste gefeiert werden. Bis 2028 soll die aufwendige Renovierung abgeschlossen sein.
Das ehemalige Dominikanerinnenkloster in Binsdorf profitiert nicht zum ersten Mal von Fördergeldern. So hat die katholische Kirchengemeinde Binsdorf vor vier Jahren 253 000 Euro Fördergelder aus Berlin zur Pfarrhaussanierung erhalten.