Das Ergebnis kann sich wahrhaft sehen lassen: Rupert Metzler, Otto Schneider, Pfarrer Michael Storost und Markus Winterstein (obiges Bild von links) freuen sich über die gelungene Sanierung der Vituskapelle auf dem Gruoler Friedhof und die erfolgreiche Arbeit des Fördervereins. Auch die Bilderausstellung in der Weiler Kirche besuchten viele Leute (unten rechts). Dort machte Bettina Schell Musik (Bild im Kreis). Foto: Fotos: Fechter/Kost (2)

Tag des offenen Denkmals: Viele Gäste besuchen die beiden Veranstaltungen in Gruol und Owingen

Besser hätte der Tag des offenen Denkmals nicht sein können. An einem perfekten Spätsommertag lockte er viele Besucher nach Owingen in die Weiler Kirche und vor allem nach Gruol, wo der Abschluss der zweieinhalbjährigen Sanierung der Vituskapelle gefeiert wurde.

Besser hätte der Tag des offenen Denkmals nicht sein können. An einem perfekten Spätsommertag lockte er viele Besucher nach Owingen in die Weiler Kirche und vor allem nach Gruol, wo der Abschluss der zweieinhalbjährigen Sanierung der Vituskapelle gefeiert wurde.

Besser hätte der Tag des offenen Denkmals nicht sein können. An einem perfekten Spätsommertag lockte er viele Besucher nach Owingen in die Weiler Kirche und vor allem nach Gruol, wo der Abschluss der zweieinhalbjährigen Sanierung der Vituskapelle gefeiert wurde.

Haigerloch-Gruol-Owingen. In einem waren sich am Sonntag in Gruol beim kleinen Festakt alle Redner einig: Die erfolgreiche Sanierung der Vituskapelle ist das beeindruckendes Ergebnis von viel bürgerschaftlichem Engagement, gepaart mit fachlicher Kompetenz von allen am Bau Beteiligten.

Der Vorsitzende des Fördervereins Vituskapelle 1323, Otto Schneider, begrüßte unter den Anwesenden Markus Winterstein vom erzbischöflichen Bauamt in Konstanz, Rupert Metzler, Geschäftsführer des Dekanats Zollern, Bürgermeister Heinrich Götz und Pfarrer Michael Storost, Leiter der Seelsorgeeinheit Eyachtal – Haigerloch St. Anna. Architekt Timo Raible hatte sich entschuldigt.

Markus Winterstein skizzierte die einzelnen Phasen des Projekts von der Begutachtung der Schäden an Turmhelm und Dachwerk im Jahr 2006 über die umfangreichen Voruntersuchungen in den Jahren 2014/2015, die Planung und Beantragung der Zuschüsse ab 2016 und schließlich die eigentliche Sanierung, die im April 2019 begann.

Die teils diffizile Sanierung, so Winterstein, habe nur dank des Fachwissens der "hochkarätigen", am Bau beteiligten Handwerker und Restauratoren gelingen können – und natürlich dank des großen Engagements der Gruoler, die so viel Geld und Herzblut in den Erhalt ihrer Vituskapelle gesteckt hätten. Dies alles sehe man dem Ergebnis an.

Winterstein hoffte, dass die Kapelle auf dem Gruoler Friedhof noch lange Ruhe, Trost und Hoffnung spenden werde.

Otto Schneider berichtete vom ersten "begeisternden Vortrag" von Architekt Timo Raible über die Kapelle im Jahr 2015 und die Gründung des Fördervereins im Januar 2016 mit zunächst 23 Mitgliedern, deren Zahl dann rasch auf 125 angewachsen sei. Bereits 2017 habe der Förderverein beschlossen, die anvisierte Fördersumme von 80 000 Euro auf 100 000 Euro aufzustocken, was dank der vielen Spenden und dem Erlös aus Veranstaltungen auch gelungen sei.

Als Glück bezeichnete Schneider es, dass der Förderverein einen Großteil seiner Arbeit noch vor der Corona-krise habe erledigen können. Schneider gedachte auch der beiden verstorbenen Vorstandsmitglieder Helmut Fecht und Franz Letsch, die den Verein unermüdlich unterstützt hätten. Der Dank von Schneider ging auch an seine Vorstandskollegen.

Rupert Metzler erklärte, Kirchen könnten nur erhalten bleiben, wenn Menschen sie wertschätzen und nutzen, wie das in Gruol der Fall sei. So könne das Erbe der Väter erhalten und in eine gute Zukunft geführt werden.

Bürgermeister Heinrich Götz sprach von einer großartigen Erfolgsgeschichte des Fördervereins. Pfarrer Storost dankte auch den beiden Pfarrgemeinderätinnen Rosi Burger und Brigitte Dormeyer, die ihn bei der Arbeit vor Ort wesentlich entlastet hätten.

Die zahlreichen Besucher konnten sich am Sonntag in der Kapelle vom Erfolg der Sanierung überzeugen. Der Förderverein bewirtete sie vor dem Friedhof mit Roten und Steaks vom Grill, Kaffee und Kuchen. Rolf Kohle, der vor Corona auch das erfolgreiche Wirtshaussingen für den Förderverein veranstaltet hatte, sorgte für die musikalische Unterhaltung.

In der Weiler Kirche bei Owingen nutzen viele Leute die Gelegenheit, sich die Bilderausstellung von fünf Senioren und Seniorinnen aus Hechingen anzusehen. Helene Sinz und Jochen Stifel vom früheren Förderverein Weiler Kirche begleiteten sie.

Immer wieder gab es auch Führungen mit Pfarrer i.R. Ulrich Schury. Kenntnisreich vermittelte er den Gästen die Kultur- und Baugeschichte der wohl 1152 dem Heiligen Georg geweihten Kirche im romanischen Baustil. Zwischendurch griff die gebürtige Bisingerin Bettina Schell zu ihren ungewöhnlichen Instrumenten (Tambura oder Ocean Drum) und sorgte mit lautmalerischem Oberton-Gesang für eine geradezu sphärische Stimmung in der Kirche.

Die Ausstellung "Senioren machen Kunst" in Owingen. ist übrigens auch noch am kommenden Sonntag, 19. September, von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Auch dann wird Bettina Schell auftreten.