Klare Botschaften waren auf den Anzügen der Aktivisten in der Lederstraße zu lesen. Foto: Stöß

"Freiheitsboten Calw/Heimsheim" richten Blick auf Coronavirus. Provozierende Botschaften auf Brust und Rücken.

Calw - Da staunten am Samstag die Passanten nicht schlecht: Eine elfköpfige, vermummte Gruppe zog im bedächtigen Schritt durch die Calwer Lederstraße. Die Verhüllten trugen auf Brust und Rücken provozierende Botschaften auf ihren Schildern.

Dort war beispielsweise zu lesen "Wir denken für Dich", "Maskenpflicht für immer", oder auch "Lieber einsam sterben als an Corona".

Störungsfreier Verlauf

Verteilte Flugblätter verrieten, dass eine Gruppe mit dem Namen "Freiheitsboten Calw/Heimsheim" hinter dieser Aktion steckte. Dort konnte man auf der Titelseite das verkürzte Zitat von Benjamin Franklin lesen "Wer bereit ist, Freiheit zu opfern, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren". Außerdem forderte der Flyer auf: "Stellen Sie ungemütliche Fragen! Verlangen Sie ehrliche Antworten. Die Frage aller Fragen ist derzeit: Wo wollen wir hin, und wie wird es enden?".

Außerdem fragten sich die Aktivisten, welches Ziel "die Politik" in Hinblick auf die Corona-Pandemie verfolgt. Auf Anfrage des Schwarzwälder Boten vor Ort teilte eine der Verteilerinnen der Schriftstücke mit, "dass sie durch ihr Engagement Bewusstsein schaffen möchte. Wir sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, wir sind informierte Menschen", meinte sie.

Es konnte beobachtet werden, dass die ironisch gemeinten Ansätze auf den Schildern von den Zuschauern teils mit Verwunderung, mit Skepsis, aber auch mit manch einem zustimmenden Wort beurteilt wurde. Die Demonstration war laut der Pressestelle des Polizeipräsidiums Pforzheim offiziell genehmigt und verlief "störungsfrei". "Das Revier Calw hat die Aktion mit einer Streife begleitet", war von der Pressestelle weiter zu erfahren.

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