Hell erleuchtet war das Gelände vom Mahnfeuer und den Traktoren. Foto: Ziechaus

Eine große Demonstration von Landwirten gab es in Hardt. Sie konnten dabei auf viele weitere Interessierte zählen, die sich mit ihren Anliegen solidarisierten.

Beim neuen Baugebiet an der Königsfelder Straße in Hardt loderte am Montagabend ein Mahnfeuer mit Holz aus einem bereitgestellten Container.

 

Die ersten Traktoren beleuchteten die Demonstration der Bauern aus der Umgebung. Nach und nach schwenkten weitere große Schlepper über die Baustraße und den Birkenweg auf die Erschließungsstraßen im Gelände neben dem Industriegebiet ein und formierten sich im weiten Kreis um das Feuer.

Um die 80 Traktoren

Daneben hatten Mitglieder vom Bauernverein Getränke und etwas zum Essen für die demonstrierenden Bauern bereitgestellt. Schon nach einer halben Stunde waren um die 80 hell beleuchteten Traktoren teilweise mit Tafeln an den angehobenen Frontladern um das Geschehen formiert.

Mit vielen Traktoren waren die Landwirte angereist. Foto: Ziechaus

„Auch der Forst leidet“, war zu lesen oder „Zu viel ist zu viel“ stand auf einer Tafel auf einem Frontlader eines grünen Kinderschleppers vor der Traktorreihe.

Auch der Nachwuchs war häufig mit dabei. Foto: Ziechaus

Viele Frauen mit kleinen Kindern auf dem Arm, einige auch mit größeren Kindern mit ihren kleinen Schleppern, waren zur Demonstration der Bauern gekommen.

Auflagen oft unverständlich

In vielen Gruppen von Bauern wurde mit Einwohnern über die hohen Auflagen und Vorschriften für die Landwirtschaft diskutiert, die für Besucher oft unverständlich waren. Laufend fuhren weitere Traktoren auf das Gelände, denen ihr Weg durch die Absperrungen von der Feuerwehr gewiesen wurde. So waren auch einige Kennzeichen aus Freudenstadt, Horb und Sigmaringen zu erkennen, am Straßenrand auch ein paar Lkws mit Protesten gegen die erhöhten Mautgebühren.

In einer kurzen Ansprache dankte ein Bauer für die starke Teilnahme seiner Kollegen aus der Umgebung an der Demo gegen die Agrarpolitik. Er kündigte aber auch weitere Schlepperkonvois auf Bundesstraßen in den nächsten Tagen an.