Mit Plakaten und Spruchbändern waren die Demonstrierenden auf dem Obertorplatz ausgerüstet. Sie zeigten, wie vielfältig die Gruppe jener ist, die gegen die AfD sind. Foto: Klaus Stopper

Der AfD nicht das politische Feld zu überlassen – mit diesem Ziel haben sich am Samstagabend etwa 400 Menschen zu einer Mahnwache auf dem Hechinger Obertorplatz versammelt.

Einen Gegenpol zur AfD-Veranstaltung in der Stadthalle setzen – mit diesem Ziel haben sich am Samstagabend etwa 400 Demonstrierende in einem „Bündnis für Demokratie & Menschlichkeit“ auf dem Obertorplatz versammelt. An der von der SPD angemeldeten Demonstration beteiligten sich unterschiedlichste Gruppen. Unter anderem von „Omas gegen rechts“, Amnesty, Gedenkstättenvereinen, Gewerkschaften, Hechinger Hilfsvereinen, der Kirche bis hin zur Alboffensive und auch einem kleinen Grüppchen der MLDP.

 

Wunsch nach respektvollen demokratischen Umgangsformen

Gemeinsamer Nenner aller Teilnehmenden war der Wunsch nach respektvollen demokratischen Umgangsformen in der politischen Auseinandersetzung und die Angst davor, dass die aktuelle Migrationsdebatte in eine menschenfeindliche Pauschalisierung und Ausgrenzung führen könnte. Viele äußerten die Angst, dass damit letztlich auch bereits integrierte Migranten in Deutschland nicht mehr akzeptiert werden.

Auch der Opfer des Anschlags von München wird gedacht

Friedlichkeit, Miteinander, Vielfalt und Menschlichkeit waren häufig gehörte Begriffe. Es wurden Lieder der „Ermutigung“ gesungen, Sketche vorgetragen . Auch der Opfer des vermutlich islamistischen Anschlags von München wurde gedacht, ergänzt durch die Bitte, sich dadurch nicht zu Hass und Hetze verleiten zu lassen.