Carola Behringer und Dagmar Stettner (rechts) laden zu einer Demenzschulung ein. Sie beginnt am 3. Februar in Schärers Au in Schopfheim. Foto: Christoph Schennen

Diakonie und Caritas bieten erstmals in Schopfheim eine Demenzschulung an. An zehn Abenden erfahren Männern und Frauen wie man mit Menschen mit dieser Erkrankung umgehen sollte.

In Deutschland leben nach epidemiologischen Schätzungen rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Eine Schulung der Diakonie, der Caritas und der AOK widmet sich dieser Krankheit nun in ausführlicher Form. Ab 3. Februar erklären Experten in Schärers Au, Hauptstraße 294,wie eine Demenzerkrankung verläuft, wie man Menschen mit Demenz verstehen kann, sie beschäftigt, betreut und pflegt und wie man auch für sich sorgt, wenn man sich um einen demenzerkrankten Partner kümmern muss. Die Vorträge beginnen um 18 Uhr und dauern 90 Minuten, an zwei Terminen schließt sich ein weiterer Vortrag an. Die Teilnahme an der Demenz-Schulung ist kostenfrei, man muss sich aber bei Dagmar Stettner anmelden unter Tel. 07622/69 75 96 33 oder per E-Mail an seniorenbuero@schopfheim.de. An der Schulung können maximal 20 Personen teilnehmen.

 

Der Kurs endet am Dienstag, 21. April, mit einem Vortrag von Melanie Mühlhäuser, die erzählt, wie man einfühlsam kommuniziert (nicht nur mit Menschen mit Demenz). Informiert wird am letzten Tag auch über das Leistungsangebot der Pflegeversicherung. Der Schulungsteilnehmer bekommt, wenn er maximal zweimal gefehlt hat, ein Zertifikat, das er vorzeigen kann, wenn er als Alltagsbegleiter arbeiten will. „Der Teilnehmer weiß nach der Schulung, welche Hilfen er bekommen kann und welche Unterstützungsangebote es gibt“, sagt Dagmar Stettner. Die ersten Demenzschulungen fanden in Lörrach in Kooperation mit der Volkshochschule statt, in Fröhnd wurden sie veranstaltet mit der Bürgerhilfe, in Weil am Rhein mit dem „Quartier in Weil“, und im Kleinen Wiesental im Rahmen des Projekts „Im Tal leben - im Tal bleiben“, erzählt Dagmar Stettner. Bis zu vier Schulungen werden pro Jahr angeboten. Die Schulung ist für Männer und Frauen, die einen dementen Angehörigen haben, sinnvoll, denn sie erfahren, wie man mit einem Dementen umgehen sollte und auch, was sie falsch gemacht haben. Anzeichen für eine Demenzerkrankung sind Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Konzentration oder der Orientierung über längere Zeit.