Das Seeleuchten sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre. Foto: Baublies

Die erste Ausgabe des Events war ein Erfolg. Trotz des sehr bescheidenen Wetters haben Tausende Besucher am Freitag- und Samstagabend das Event im Lahrer Seepark genossen.

Erstaunlich war, dass gerade am Freitag, direkt nach dem Auftakt, nicht gerade wenige Besucher dem Wolkenbruch trotzten. Die ersten zwei Stunden des Events schüttete es. Doch die, die so früh gekommen waren, hatten vorgesorgt: mit Gummistiefeln, Friesennerzen, Regenschirmen, viel Humor und der notwendigen Gelassenheit. Der klassische Satz „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“ versprach also Hoffnung. Bei der Planung, die während des Lockdowns begonnen hatte, hatte niemand ahnen können, dass das erste Wochenende des Augusts im Wortsinne ins Wasser fallen würde.

 

Walter Holtfoth alias „Cleopha87“ bewies angesichts des Platzregens Humor und legte unter anderem „It’s raining again“ von Supertramp auf. Eine Handvoll Fans hatte mit der überschwemmten Wiese, die als Tanzfläche gedacht war, offensichtlich keine Probleme. Einige Kinder waren von den Möglichkeiten, die die hohen Wasserstände boten, geradezu begeistert. Der DJ, der den Abend auf der Strandbühne alleine stemmte, fand das passende Bonmot. Er bezeichnete das Seeleuchten kurzerhand als „Aquarell“.

Strandpromenade ist am Freitagabend ein beliebter Treffpunkt

Nach 20 Uhr ließ der Regen dann nach, nur gelegentlich tröpfelte es noch. Nun erschienen tatsächlich noch viel mehr Besucher, die das Ende des Regens abgewartet hatten.

Pragmatisch machten es die Musiker von „Rhinwaldsounds“, die auf der Seeparkbühne den Abend eröffneten. Sie behielten ihre Friesennerze, mit denen sie zuvor schon am Strand unterwegs waren, kurzerhand an. Ohnehin schüttete es während ihres Auftritts noch. Die Combo „Miss Understood“ hatte da etwas mehr Glück, auch wenn die Zahl der Besucher überschaubar blieb. Das lag allerdings daran, dass die zwei Bühnen weit genug auseinanderlagen, damit sich die unterschiedlichen Musikstile nicht überlagerten.

Der beliebteste Treffpunkt am Freitagabend war die Strandpromenade mit vielen verschiedenen Ständen. Aufgrund der Weitläufigkeit des Festplatzes (wo zur Landesgartenschau das große Zelt gestanden hatte) sahen die Besucherzahlen nach weniger aus, als es tatsächlich waren. Wie viele Gäste gekommen waren, zeigte sich erst bei den zwei Wassershows. Da wurde es am Strand und auf der Brücke doch etwas enger.

Das eigentliche Seeleuchten, eine Show mit bunten Wasserfontänen und Musik mitten auf dem Badesee zwischen der Brücke und dem Strand, war wasserfest konzipiert. Die Show gab es zweimal – und sie kam an.

Viele nutzen den Abend nach dem Regen auch zum Flanieren. Auf dem Rundweg um den See waren die Bäume bunt angestrahlt, die Bänke rund um den See waren allesamt besetzt.

Die neun Musiker des „Blues Orchestras“ begeistern das Publikum

Am Samstag begann das Event trocken, daher kamen die Besucher gleich zu Beginn in Scharen. Der Platz vor der Seeparkbühne wurde voll, als zunächst die „Rhinwaldsounds“ auftraten. Der übliche Graben zwischen Band und Publikum schloss sich allerdings erst, als „Miller’s Blues Orchestra“ mit insgesamt neun Musikern die Bühne rockten. Vor der Bühne steppte der Bär. Im Gegensatz zur Tanzfläche bei der Seebühne auf der Wiese ist der große Platz gekiest.

Die erste Ausgabe des Lahrer Seeleuchten war in jedem Fall vielversprechend.

Eine erste Bilanz

Taner Demiralay, der das Seeleuchten mit der Firma „T-Events“ auf die Beine gestellt hat, war am Samstagabend nach der ersten Wassershow insgesamt „sehr zufrieden“. Ein ausdrückliches Lob gab es für die vielen Besucher, die am Freitagabend so früh mitten im Dauerregen gekommen waren. Demiralay freute sich hier auch über viele „positive Rückmeldungen“, die er und das gesamte Team bekommen haben. Ein zweites Seeleuchten im kommenden Jahr ist bereits angedacht. Und in einem war Demiralay sich sicher: Wenn sich das Seeleuchten im Seepark etabliert, dann ist das erste Wochenende im August genau das richtige Datum. Das Wetter in diesem Jahr sollte die Ausnahme bleiben.