Die Baiersbronner Delegation zu Besuch in der französischen Partnerstadt Nogent-le-Rotrou. Foto: Gemeinde Baiersbronn

Nach längerer pandemiebedingter Pause reiste wieder eine 13-köpfige Delegation aus Baiersbronn in die französische Partnerstadt Nogent-le-Rotrou. Im kommenden Jahr wird das 60-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft gefeiert.

Die Delegation bestand aus 13 Personen, darunter Bürgermeister Michael Ruf, Rektorin Karin van Kemenade und Bezirksbeiratsvorsitzende Sabine Finkbeiner. Auch interessierte Bürger sowie Vertreter des Vereins zur Pflege internationaler Freundschaften (VIF) waren mit von der Partie, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Baiersbronn pflegt seit 1964 eine Städtepartnerschaft mit Nogent-le-Rotrou. Die Reise diente dazu, die Beziehungen weiter zu stärken und neue Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Bei der Ankunft wurden die Besucher aus Baiersbronn mit regionalen Spezialitäten und Musik empfangen. Auch Bürgermeister Harold Huwart begrüßte die Gäste.

Feierlicher Empfang

Am nächsten Tag ging es nach einem Besuch auf dem Wochenmarkt zu einem feierlichen Empfang ins Rathaus, bei dem die Bürgermeister Michael Ruf und Harold Huwart Ansprachen hielten. „Im kommenden Jahr dürfen Nogent-le-Rotrou und Baiersbronn das 60-jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft feiern. Es ist beeindruckend und von besonderer Bedeutung, dass diese Partnerschaft bereits ein Jahr nach dem Elyseevertrag besiegelt werden konnte“, so Ruf. Wie den nationalen Politikern müsse auch den damaligen kommunalen Verantwortlichen großer Respekt ausgesprochen werden, insbesondere den damaligen Bürgermeistern Robert Huwart und Franz Adis.

Nun pflege die Familie Huwart schon in der dritten Generation die Partnerschaft, weshalb auch 2019 die Bürgermedaille der Gemeinde Baiersbronn an Francois Huwart verliehen worden sei.

Ruf betonte die Wichtigkeit der deutsch-französischen Freundschaft und machte deutlich: „Die Basis dieser so wichtigen Zusammenarbeit sind die Städtepartnerschaften.“ Er sei froh, dass er und Harold Huwart bei ihrem Treffen in Paris 2022 die Reaktivierung der Städtepartnerschaft nach der Pandemie beginnen konnten. Ruf dankte für die Gastfreundschaft allen, die in der Vorbereitung und Planung dieses Besuchs engagiert waren.

Apfelbaum als Symbol

Er übergab als Gastgeschenk einen Apfelbaum, der als Symbol der Freundschaft wachsen und viele Früchte tragen solle, eine Schwarzwälder Kuckucksuhr, die mit dem Ruf des Kuckucks immer an die Verbundenheit und die Freunde im Schwarzwald erinnern solle, und ein Bild von Baiersbronn, das die Sehnsucht wachhalten solle, möglichst bald wieder Baiersbronn zu besuchen. Und so lud Ruf auch zur Feier des 60-jährigen Partnerschaftsjubiläums 2024 ins Murgtal ein.

Es folgten Gespräche über weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Am Nachmittag hatten die Teilnehmer freie Zeit und die Gelegenheit, die Burg der Grafen des Perche in Nogent-le-Rotrou zu besichtigen. Am Folgetag fuhr die Gruppe nach Chaumont sur Loire, wo sie das Schloss besichtigte und die jährlich stattfindende Gartenausstellung besuchte. Dort konnten Anregungen für die Gartenschau 2025 gesammelt werden. Am Abend hatten die Teilnehmer freie Zeit, um die Umgebung weiter zu erkunden. Auf der Rückreise nach Baiersbronn gab es einen Zwischenstopp in Chartres, um die berühmte Kathedrale zu besichtigen.

Die Fahrt nach Nogent-le-Rotrou war ein Erfolg und trug zur weiteren Stärkung der Partnerschaft bei, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Teilnehmer konnten wertvolle Kontakte knüpfen, Ideen austauschen und neue Inspirationen mit nach Hause nehmen.