Regisseur Jochen Isensee ist mit seinem Film in Rottweil zu Gast. Foto: © Johannes Meger

Der Film von Notarzt und Filmemacher Jochen Isensee aus Deißlingen wird nun auch in Rottweil gezeigt.

100 000 Euro Förderung von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg hat Notarzt Jochen Isensee für seinen Film erhalten, der aktuell durch die Kinos des Landes tourt. Jetzt meldet sich der Deißlinger mit einer guten Nachricht bei uns: 2026 wird der Film auch im Central Kino in Rottweil zu sehen sein.

 

„Hope – Beyond Rape, Murder and War Crimes“ begleitet unter anderem Gloria, die mit 15 Jahren ihre Familie und ihr Zuhause verloren hat und aus einem der größten Krisengebiete der Welt geflohen ist. Nun lebt die Südsudanesin in einem Flüchtlingscamp in Uganda und träumt davon, Anwältin zu werden.

Woher nehmen solche Menschen die Kraft, über sich selbst hinauszuwachsen? Wie finden sie in solchen schicksalhaften Umständen einen Sinn? Das sind die Kernfragen, denen Isensee nachgeht – mit einem beeindruckenden Ergebnis, an dem auch die ugandische Filmproduktion beteiligt ist, die für Filme wie „Marvel Studios Black Panther“ verantwortlich zeichnet.

Am 7. Januar Rottweil zu sehen

Die Geschichte südsudanesischer Flüchtlinge wird 2026 nun auch in Rottweil zu sehen sein, wie uns Isensee ankündigt: am 7. Januar um 19 Uhr im Central Kino. Anschließend werde man ihm und seinem Team Fragen stellen können, kündigt der Filmemacher an.

Vor rund 16 Jahren hat der Mediziner, der an einem Tag pro Woche als einer der Leitenden Notärzte im Kreis Rottweil im Einsatz ist, mit seinem Bruder die Isensee Film GmbH gegründet. Auf Werbefilme folgte die erste Kurzdoku, in der es um das Schicksal des kleinen Nick geht, um dessen Leben in der Uniklinik Freiburg gekämpft wird.

Isensee will Leben retten

Nach Uganda kam Jochen Isensee über einen Freund, der sich dort in den Flüchtlingslagern engagiert. Isensee besuchte ihn 2020 und war schockiert. „Das ist eines der größten Flüchtlingslager der Welt – und wir wissen nichts davon.“ Gleichzeitig war Isensee inspiriert von den Menschen dort, vor allem von ihrer Fähigkeit, trotz widrigster Umstände einen Lebenssinn zu finden.

Sein Ziel seither: Mit seinem Dokumentarfilm Aufmerksamkeit für den Konflikt erzeugen und im besten Fall Tausende von Leben retten.

Wer mehr über Isensee und die Situation in Uganda erfahren will, der sollte sich die Filmvorführung im Central Kino nicht entgehen lassen.