Intensiv wurde im Gemeinderat diskutiert: im Rahmen der Rathaussanierung sind die Fensterarbeiten deutlich teurer als geplant – es handelt sich dabei um 50 000 Euro.
Die Sanierung des Deißlinger Rathauses hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Fensterbauarbeiten wurden an die Firma Summ aus VS-Villingen vergeben.
Doch die Entscheidung fiel nicht ohne intensive Diskussionen im Gemeinderat, da die Kosten für die Fenster das geplante Budget deutlich überstiegen. Für die Sanierung des Rathauses wurden die Fensterbauarbeiten beschränkt ausgeschrieben. Von zehn angeschriebenen Firmen gingen nur zwei Angebote ein, was im Gemeinderat für Kritik sorgte.
Fabio Tedesco (DUL) bemängelte, dass die Angebotsfrist, die zudem in die Sommerferien fiel, möglicherweise zu kurz bemessen war. Harald Buhlinger (CDU) fragte, ob bei den Firmen, die keine Angebote abgegeben hatten, nachgehakt wurde. Er stellte die Option in den Raum, die Ausschreibung aufzuheben und neu zu starten.
Gestiegene Materialskosten
Die anfängliche Kostenberechnung für die Fensterarbeiten lag bei 83 066,76 Euro. Jedoch betrug das eingegangene Angebot der Firma Summ 132 594,08 Euro.
Diese Differenz von fast 50 000 Euro wurde vom Architekten in einem Bietergesprächs erklärt: Zum einen sei der Aufwand für die Herstellung der Sprossenverglasung unterschätzt worden, zum anderen seien die Rohmaterialpreise in den vergangenen Monaten massiv gestiegen. Bürgermeister Ulbrich zeigte sich offen für eine Neuvergabe, wies aber auf die Risiken hin.
Er betonte, dass der Architekt den Preis als angemessen einschätze. Eine erneute Ausschreibung berge ein hohes Risiko, dass die Kosten noch weiter steigen könnten. Die Verwaltung empfahl, das Angebot der Firma Summ anzunehmen, da sie nach einer Nachverhandlung ein angepasstes Angebot vorgelegt hatte.
Dieses Nachtragsangebot ermöglichte Kosteneinsparungen in Höhe von 15 582,10 Euro. Trotz der Mehrkosten für die Fenster sei die Rathaussanierung noch deutlich im Kostenrahmen, so die Verwaltung.
Der Gemeinderat beschloss, diese Arbeiten an die Firma Summ zu vergeben. Die Finanzierung ist im Haushalt 2025 gesichert, wobei Mehrausgaben durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden müssen. Auch die Arbeiten an der Brüstung und die Maurerarbeiten wurden vergeben. Der Gemeinderat beauftragte die Lauffener Firma Hajredini zum Angebotspreis von 10 452,96 Euro.