Die Lauffener Narrenzunft sucht für ihr Team zur Organisation vieler Aktivitäten weitere Kräfte. Foto: Fussnegger

Narrenzunft Lauffen bittet um Mithilfe: Ansonsten müsste nicht nur auf den Nachtumzug verzichtet werden.

Deißlingen-Lauffen - Die Absage des heimischen Nachtumzugs und weniger Ausfahrten zu Narrentreffen waren Thema einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Narrenzunft Lauffen. Grund für diesen Einschnitt: Große Personalnot im Lauffener Narrenrat.Immerhin zwei neue Narrenräte konnten bei der Versammlung gefunden werden, die Vorstandschaft wertete dies als positives Signal.

Zunftmeister Matthias Krotz betonte, die Belastbarkeit des Narrenrates habe die Schmerzgrenze erreicht, derzeit seien es neun Narrenräte.

Man habe in letzter Zeit viele Personen angesprochen, doch die Resonanz sei durchweg negativ gewesen. Die Durchführung einer Veranstaltung wie der Nachtumzug sei mit so wenigen Narrenräten äußerst schwierig, viele hätten Doppelfunktionen. Deshalb beschloss die Vorstandschaft, wenn nicht mindestens zwei weitere Narrenräte bis zur Generalversammlung gefunden werden, den Nachtumzug abzusagen. Laut Satzung der Narrenzunft muss der Ausschuss aus acht Personen bestehen, damit die Zunft beschlussfähig ist. Eine Satzungsänderung wäre möglich, löse aber das Problem nicht, so Krotz.

Stellvertretender Zunftmeister Klaus Matt betonte, dass der Nachtumzug die Haupteinnahmequelle des Vereins sei, mit denen auch die Ausfahrten zu den Narrentreffen subventioniert würden. So gebe es halt nur noch Fasnet vom Schmotzigen bis Fasnachtsmontag. Matt betonte auch, man sei nicht zerstritten.

Im Gegenteil: Es herrsche eine super Stimmung im Narrenrat. Man verfüge einfach über zu wenig Personen. Aus der Versammlung wurde bekannt, dass einige mithelfen würden, aber als Narrenrat vorne dabei zu sein, wolle man dann doch nicht. Die Situation des Personalmangels der Narrenräte bei Umzügen schilderte Narrenrat Bernd Plaumann. So benötige man für die Sicherung des Kinderrössles und des Lofiner Rössles während der Umzüge jeweils zwei Personen, die vom Narrenrat gestellt werden, welche dann vorne bei der Narrenratsformation fehlen würden, was kein optimales Bild abgebe. Man brauche Helfer bei den Veranstaltungen, aber auch Narrenräte in Uniform. Bei Brauchtumsabenden mussten schon Narrenräte kurzerhand ins Häs schlüpfen, da nicht alle Kleidlestypen vertreten waren, man aber die Vielfalt der Lofiner Narren zeigen wolle. Man hoffe hier auf mehr Unterstützung von Kleidlesträgern.

Auch Ortsvorsteherin Cordula Warmbrunn betonte, dass zur Darstellung und Demonstration des schönen Brauchtums eine größere Zahl an Funktionären wünschenswert wäre. Das würde allen das Leben einfacher machen. Zunftmeister Matthias Krotz bedankte sich bei Ines Krause und Matthias Hengstler für die Bereitschaft, neu im Gremium mitzuwirken.

Die Vorstandschaft wertet dies als positives Signal und hofft, dass sich noch weitere Personen bis zur Generalversammlung am 23. November finden lassen.