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Deißlingen Ulbrich wirbt für den Standort

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Bürgermeister Ralf Ulbrich (rechts) begrüßt Daniel Karrais. Foto: Karrais Foto: Schwarzwälder Bote

Deißlingen. Bürgermeister Ralf Ulbrich empfing den FDP-Landtagsabgeordneten Daniel Karrais im Rathaus der Gemeinde Deißlingen zum "Antrittsbesuch". Dabei stand die Entwicklung der Gemeinde im Mittelpunkt.

Er stelle bei seiner Tour durch die Städte und Gemeinden immer wieder fest, so Karrais, dass alle Kommunen unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. So auch Deißlingen als Gemeinde mit verhältnismäßig viel Gewerbe. Deißlingen hat mit seinen rund 6000 Einwohnern vier Kinderbetreuungseinrichtungen. Kritisch sieht der Bürgermeister die Pläne der SPD im Land, wonach Kinderbetreuung gänzlich kostenfrei werden soll. "Wir investieren jährlich etwas eine Million Euro in die Kinderbetreuung, dieses Geld investieren wir gerne in die Zukunft der nächsten Generation, allerdings habe ich Bedenken, dass das Land uns die dann wegfallenden Elternbeiträge von 200 000 Euro tatsächlich vollständig ersetzt." Karrais hält die Idee der kostenfreien Kitas für "nicht finanzierbar". Es gehe Qualität vor Quantität.“

Als Grund für positive Entwicklung der Einwohnerzahlen sieht man im Rathaus eine Kombination aus verschiedenen Standortfaktoren. Mit etwa 2000 Arbeitsplätzen innerhalb der Gemarkung habe man viel zu bieten. Dazu käme das Schulangebot mit Gemeinschaftsschule und mehrzügigen Grundschulen. Auch die Anbindung an die Autobahn sei günstig. Einen "glücklichen Umstand" sieht Ulbrich im Bereich der Mobilität für ältere Menschen. Vor fünf Jahren rief die Gemeinde einen Shuttle-Service mit Elektroautos ins Leben. Es werde bereits über ein viertes Auto nachgedacht.

Aktuelle Herausforderung der Gemeinde sei der Landesentwicklungsplan. Aufgrund der geografischen Lage verwehre das Regierungspräsidium Freiburg die Ausweisung als Unterzentrum, was mehr Flexibilität bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbebauflächen bringen würde. Als Begründung führt das RP an, dass sich die Unternehmen in die nächst größeren Städte wie Rottweil oder Villingen-Schwenningen ansiedeln sollten, um Gewerbe zu bündeln. Für Ulbrich ist das nicht verständlich: "Wir sind ebenfalls ein guter Gewerbestandort. Eine Stadt ist immer nur so erfolgreich wie ihr Umland." Die Systematik des Landesentwicklungsplans sei nicht zeitgemäß. Um die Zukunft der Gemeinde als Wirtschafts- und Schulstandort weiter zu sichern, haben die Gemeinden Niedereschach, Dauchingen und Deißlingen eine "Existenzgründeroffensive Neckar-Eschach" gegründet. Diese soll junge Menschen motivieren, ein Start-Up zu gründen und sich in einer der Gemeinden niederzulassen. Karrais zeigt sich erfreut: "Nur durch zukunftsorientiertes Denken, bleibt der ländliche Raum auch für nachfolgende Generationen attraktiv."

Im Anschluss fand ein Bürgerstammtisch im Gasthaus Rose in Deißlingen mit einem interessanten Austausch statt.

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