Mit vereinten Kräften schaffen es die Boomsteller in Deißlingen: der Narrenbaum wird bald aufgerichtet sein. Fotos: Reinhardt Foto: Schwarzwälder-Bote

In Deißlingen sind die Boomsteller aktiv / Für Zunftmeister Rainer Schmeh ist es das erste Mal

Deißlingen (shr). Es ist schon zur Tradition geworden. Vor genau 17 Jahren wurde in Deißlingen zusammen mit der befreundeten Narrenzunft aus Welschingen der erste Narrenbaum in der Gupfe gestellt.

Zahlreiche Zaungäste und eine riesige Schar von Hästräger begleiteten die Boomsteller und ihren dieses Mal 23 Meter großen Baum zur Ortsmitte. Schon früh am Morgen ging es zum Schlagen der Tanne ins Langenfeld. Auch hier eine Tradition: der Baum wurde von Hand gefällt. Wie immer war Fachmann Andy Pickhardt zur Sicherheit mit dabei. Alles ging glatt und eine zünftige Brotzeit am Lagerfeuer mit Vesper und Bier war der Lohn.

Um genau 14.30 Uhr setzte sich der kleine närrische Lindwurm vom Narrenkeller aus in Bewegung. Selbstverständlich führte den Zug wieder die Jugendkapelle, unter der Leitung von Robin Nicol, an. In der Gupfen wartete schon die Hagebänd auf den Zug und heizte den Zuschauern ein.

Dieter Bippus, Chef der Boomstellergruppe, und Hubert Lissy als "Locheinweiser" machten ihre Sache gut und lenkten den mächtigen Baum an den richtigen Platz. Übrigens: Für Zunftmeister Rainer Schmeh war es der erste Ritt auf dem Narrenbaum. "Eine teils schmerzhafte Erfahrung", wie er zugab.

Im Gemeindezentrum, wo im Anschluss an die Zeremonie des Boomstellens noch gefeiert wurde, musste sein Beinkleid von einer erfahrenen Narrenrätin wieder gerichtet werden.

Die Bewirtung der Narren und Boomsteller sowie der Musiker hatte wieder die Kolpingfamilie Deißlingen übernommen.

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