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Deißlingen Statt Kartoffeln lieber Photovoltaik

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Deißlingen (shr). In jüngster Zeit häufen sich Anfragen bei der Gemeinde, wie sich Deißlingen zu Solar-Freiflächen stelle.

Da Bürgermeister Ralf Ulbrich befangen war – er ist Vorstandsvorsitzender der Deißlinger Bürgerenergiegenossenschaft –, übernahm sein Stellvertreter, Siegfried Vosseler, die Leitung der Gemeinderatssitzung. Für solche Freiflächen werde der Bereich von jeweils 110 Meter rechts und links der Autobahn immer wieder ins Auge gefasst.

Der Gemeinderat hatte bereits 2012 beschlossen, bis zum Jahr 2050 klimaneutral und energieautark zu werden. Dabei wird die Gemeinde seit einigen Jahren von der Bürgerenergiegenossenschaft unterstützt. Insgesamt waren damals und heute die Gemeinderäte positiv zu alternativen Energien eingestellt. Was auch die Untersuchung eines Standesorts für Windkraft gezeigt habe. Dennoch sei bislang die Erstellung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen abgelehnt worden.

Doch die letzte Anfrage und die Tatsache, dass in den Nachbargemeinden entlang der Autobahn derzeit vermehrt solche Freiflächen realisiert werden, so Frank Lewedey (Personal- und Liegenschaften), sei nunmehr der Anlass, die Haltung des Gemeinderats erneut zu erfragen. Die emotional, aber sachlich geführte Diskussion zeigte, dass die Räte teilweise sehr unterschiedlicher Meinung sind.

So etwa Alexander Röhrle (DUL), der es nicht gut findet, dass "wertvolles Ackerland" verbraucht werde. Dieses sei nicht mehr zu ersetzen. Lieber solle man die Dachflächen in Deißlingen und Lauffen nutzen. Für die Bürgerenergie Deißlingen wurde von den Räten Fabio Tedesco gefragt. Diese meinte, dass man sich dieses Projekt durchaus vorstellen könnte – rein technisch betrachtet. Doch nicht alles sei hier positiv zu sehen.

Für höherwertige Wiesen

Für Helmut Merkle (FDP) kommt dies nicht in Frage: "Ich bin dagegen. Vor allem weil zu viel landwirtschaftliche Flächen verbraucht werden." Viele Gedanken und Recherchen hatte sich Renate Tappe (SPD) gemacht. Man könnte den Boden in eine höherwertige Wiese verwandeln und eventuell auch Lärmschutzmaßnahmen anbringen. Diese Maßnahmen könnten vielleicht sogar das Ökopunktekonto füllen.

Wolfgang Dongus (SPD) machte keinen Hehl daraus, dass ihm persönlich die Windkraft lieber wäre. Doch generell gehe es um Stromerzeugung. Im Hinblick auf den Verbrauch von landwirtschaftlichen Flächen wies Dongus darauf hin, dass es in Deutschland 47 Prozent landwirtschaftliche Flächen gäbe. Von diesen 47 Prozent seien 60 Prozent für Futtermittelanbau, 13 Prozent für Energiepflanzen für die Biogasanlagen und nur 26 Prozent für Nahrungsmittel. Die vorgesehene Fläche für die PV-Anlage, auf Deißlingen runtergerechnet, bedeute einen Verbrauch von einem Prozent an landwirtschaftlicher Fläche.

Karin Schmeh (CDU) würde Kartoffeln von einem Acker in unmittelbarer Autobahnnähe nie kaufen. Man mache nichts kaputt, wenn man in diese Planung einstiege.

Mit neun Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen steht der Gemeinderat der Installation von Photovoltaik-Freiflächen entlang der Autobahn (Hössibergweg-Neckartal) grundsätzlich positiv gegenüber. Das Interesse der Bürgerenergie Deißlingen sei vor der Rückmeldung an anfragende Investoren abzuklären. Auch der Aufwertung der Fläche als höherwertige Wiese, auf Vorschlag von Renate Tappe, wurde zugestimmt.

 
 

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Armin Schulz

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