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Deißlingen Kunststofffirma steckt in Insolvenz

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Eins kommt zum anderen: Irgendwann fällt das gesamte Konstrukt in sich zusammen. So ähnlich ergeht es einer Firma in Deißlingen, sie ist insolvent. Foto: © stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Die Firma Wollschläger in Deißlingen ist zahlungsunfähig. Engin Ercan, Inhaber und Geschäftsführer, hat die Reißleine gezogen. Jetzt wurde das Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Rottweiler Rechtsanwalt Steffen Hattler.

Deißlingen. Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet: Die Firma Wollschläger ist zahlungsunfähig und kann den finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Bank nicht mehr nachkommen. Dabei sei der Betrieb nach einem zwischenzeitlichen Tief im zweiten Jahr hintereinander wirtschaftlich erfolgreich und schreibe schwarze Zahlen. Das betont Engin Ercan, Firmeninhaber und Geschäftsführer des kunststoffverarbeitenden Betriebs, im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Sowohl 2018 als auch 2019 weise das Betriebsergebnis ein Plus im deutlich sechsstelligen Bereich aus.

Der Rottweiler Rechtsanwalt Steffen Hattler wurde vom Insolvenzgericht beim Amtsgericht Rottweil zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Hattler äußert im Gespräch mit unserer Zeitung, die Auftragsbücher seien gut gefüllt, sodass die Produktion unter seiner Regie unverändert weiterlaufe.

Geschäftsbetrieb und alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben

Warum die Firma in Schieflage geriet, das führt Geschäftsführer Ercan auf das enge Finanzierungskorsett zurück. So habe er laufende Kosten aus Krediten und den Dispositionskredit nicht mehr bezahlen können. Verhandlungen mit der Bank hätten zu keinem Ergebnis geführt. Daher habe er die Reißleine ziehen müssen. Er bedauere das zutiefst, betont er im Gespräch mit uns. Denn er habe in die Firma, die er 2011 übernommen habe, nicht nur viel Geld, sondern auch Herzblut gesteckt. Er habe kurz vor der Ziellinie aufgeben müssen.

Im kommenden Jahr wären ein Kredit und eine Maschine abbezahlt gewesen, sodass er wieder mehr finanziellen Spielraum gehabt hätte, so Ercan. Er habe bei der Bank darauf gedrängt, die Kredite zeitlich zu strecken, um die monatlichen Belastungen zu reduzieren.

Hattler teilt mit: "Erste Anhaltspunkte deuten darauf hin, dass die Fremdkapital- und Finanzierungskosten nicht dauerhaft aus den Erträgen des Unternehmens gedeckt werden konnten." Die konkreten Ursachen der Insolvenzsituation würden aktuell aufgearbeitet, äußert der Insolvenzverwalter. Derzeit würden im Betrieb sämtliche Strukturen und Abläufe geprüft und gleichzeitig bereits Gespräche mit Investoren geführt. Ziel sei es, so Hattler, den Geschäftsbetrieb einschließlich aller Arbeitsplätze zu erhalten.

Der Iso 9001-zertifzierte Betrieb produziert Kunststoffspritz- und -formteile, die Kunden stammen aus dem süddeutschen Raum.

Die Firma beschäftigt neun Mitarbeiter, davon einen Auszubildenden. Die Löhne seien bis Ende des Jahres durch das Insolvenzgeld gesichert, so Hattler.

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