Als zu gefährlich wird dieses Kunstwerk auf dem Kreisverkehr in Deißlingen eingestuft. Foto: Archiv

Landratsamt stellt Verfügung zu. Dezernent Kramer: "Es geht um Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer".  

Deißlingen - Die Tage der Barta-Installation auf dem Kreisverkehr nahe des Feuerwehrhauses in Deißlingen sind nach dem Willen des Landratsamts so gut wie gezählt. Laut einer Verfügung, die gestern zugestellt wurde, ist das Kunstwerk sofort zu beseitigen.

Dies bestätigte Gerald Kramer, zuständiger Dezernent beim Landratsamt, auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Kunstwerk stelle, so Kramer, ein "starres, scharfkantiges Hindernis« mit einem so wörtlich, »sehr hohen Gefährdungspotenzial" dar und ist deshalb sofort abzubauen beziehungsweise umzusiedeln. Diese Sichtweise stützt sich auf eine vom Landratsamt angeforderte Stellungnahme der Polizei.

Kramer betonte gestern, dass dies, wie bei jedem Kreisverkehr, der in der letzten Zeit in der Diskusssion stand, eine Einzelfallentscheidung sei, die die Gegebenheiten vor Ort berücksichtige.

Die Beseitigung habe sofort zu geschehen und gehe auf Kosten der Gemeinde. Kramer legt Wert darauf, dass das Landratsamt vor dem Aufstellen der Installation nicht von der Gemeinde über das Vorhaben informiert worden sei. Insofern habe die Gemeinde "vollendete Tatsachen" geschaffen.

Das Landratsamt dränge auf Eile, da es um Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer gehe, betonte der Dezernent. "Bei solchen künstlichen Dingen im Verkehrsraum kann alles Mögliche passieren", begründet Kramer die Eile.

Indes, aus heiterem Himmel treffe Bürgermeister Ralf Ulbrich die Entscheidung des Landratsamts nicht, so Kramer weiter. In der vorletzten Woche habe man Kontakt mit dem Deißlinger Rathauschef aufgenommen und ihn über die sich abzeichnende Entscheidung informiert. Laut Kramer blieb dem Landratsamt im Hinblick auf die Installation keine andere Möglichkeit: "Die Verkehrssicherheit ist nicht gewährleistet."
 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: