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Deißlingen Halbes Jahrhundert mit dem Lofiner Kröpfer

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Seit 50 Jahren lässt der Kröpfer die Herzen der Lauffener Narren höher schlagen.Fotos: Fussnegger Foto: Schwarzwälder Bote

50 Jahre alt wird der Lofiner Kröpfer, das Kleidle der Narrenzunft Lauffen. Am 14. November 1970 wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.

Deißlingen-Lauffen (fus). Unter dem damaligen Vorsitzenden Siegfried Strebel und unter Mithilfe von Schnitzermeister Willi Ilg sowie Zunftschneiderin Lotte Vosseler war das Narrenkleidle entstanden. Aufgrund von Corona wurden bereits im Frühjahr größere Festlichkeiten beiseite gelegt. Auch der schon zur Tradition gewordene Nachtumzug findet im kommenden Jahr nicht statt und die für den 27. November geplante Hauptversammlung wurde ebenfalls abgesagt.

Der Lofiner Kröpfer wird wie folgt beschrieben: Der Kropf an jeder Larve, und damit der Name des gesamten Narrenkleides, symbolisiert die Tatsache, dass es früher in Lauffen vermehrt zur Kropfbildung kam, weil das Trinkwasser zu jodarm war.

Außergewöhnlich gegenüber den meisten anderen Zünften ist, dass jede Larve einen eigenen Gesichtsausdruck zeigt. Jede Larve ist einem Lauffener Original nachempfunden. Die Fuhrmannsmütze zeigt einen früher gängigen Berufsstand im Ort. Die bunt gestickten Blumen und die kleinen Glöckchen am Umhang sollen den herannahenden Frühling symbolisieren. Desweiteren soll das große und laute Geschell die Reste des Winters vertreiben helfen. Die Lofiner Kröpfer gehören zweifellos zu den schönsten und interessantesten Larvenschöpfungen im Bereich charakterisierender Porträtlarven im südwestdeutschen Raum. Überdies: Wenn es ein Kennzeichen für echte Narrenweisheit ist, über sich selber lachen zu können, so steht es um die Lofiner Kröpfer nicht schlecht. So schreibt es der ehemalige Kulturreferent des Kreises Rottweil, Egon Rieble, in einem Bericht.

Für die erste Kröpferlarve schuf Willi Ilg ein Lehmmodell, machte einen Gipsabdruck und fertigte aus Sägemehl und Leim die Maske an. Er entschloss sich dann doch Holzlarven zu schnitzen. Ilg schnitzte die Lofiner Masken lange Zeit, gab dies dann aber an seinen Sohn Raimund Ilg ab, der sie bis heute schnitzt. Die erste Maske ist heute immer noch im Besitz der Narrenzunft. Derzeit gibt es über 120 Lofiner Kröpfer. Weitere Kleidle sind der Alt-Kröpfer, eine Art Schantle, der 1984 entstand, und das Hoadamale, das 1994 geschaffen wurde. Das Bennarößle entstand in den Jahren 1949/50, was die enge Bindung zu Rottweil zeigt. Das Kinderrößle erfreut sich auch größter Beliebtheit.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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