Ausstellung zeigt Kernstücke aus dem Schaffen Romuald Hengstlers
Von Bodo Schnekenburger
Deißlingen/Rottweil. Romuald Hengstler hat einen wichtigen Beitrag zur südwestdeutschen Kunst des 20. Jahrhunderts geleistet. Deutlich wird das in der Ausstellung, im Rottweiler Dominikanermuseum.
Ruth Hengstler freut sich darüber, "dass das wieder ans Licht kommt" meint die Witwe des 2003 verstorbenen Künstlers. Sonst habe man die Arbeiten ja unter Verschluss. Im Atelier war es denn auch ein Kraftakt, die Arbeiten auszusuchen. So viele wie möglich, und das heißt: möglichst alle, wollten die Kuratoren sehen. Das geht in die Knochen, wenn man die Gemälde auf der Empore aus dem Bilderstapel ziehen und hinunter wuchten muss.
Doch es hat sich gelohnt. Im "kunst raum rottweil" im Dominikanermuseum ist eine Ausstellung zu sehen, die wesentliche Aspekte des Werks von Romuald Hengstler seit den frühen 1960er-Jahren exemplarisch beleuchtet. Vielfalt der Formate und Varianzen der inhaltlichen Fokussierung lassen eindrücklich nachvollziehen, wie konsequent der Künstler seine Arbeit verfolgt hat. Zwar im Dialog mit den Strömungen der Zeit, aber weit entfernt von Metropolen und Moden des Kunstmarkts ist in Deißlingen ein mehr als beachtenswertes Werk entstanden. So freut sich nicht nur Ruth Hengstler, wie Tochter Christina Sigle – sie hat die Ausstellung zusammen mit Jürgen Knubben von Forum Kunst und Bernhard Rüth vom Landkreis kuratiert – übrigens auch über die Präsentation. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit dem Titel "Romuald Hengstler – Zeichen und Zahl" erschienen.