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Deißlingen Ein Glücksfall in der Deißlinger Ortsmitte

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Im "Duttlinger Haus" zieht ein Kindergarten ein. Foto: Reinhardt Foto: Schwarzwälder Bote

Die Kinderzahl hat in Deißlingen stark zugenommen, berichtete Bürgermeister Ralf Ulbrich in den jüngsten Gemeinderatssitzung.

Deißlingen. Laut Bedarfsplanung können bereits im kommenden Kindergartenjahr nicht alle anspruchsberechtigten Kinder betreut werden; es käme erneut zu Wartelisten. Der Schultes machte deutlich, dass sich dies in absehbarer Zeit auch nicht ändern werde. Deshalb sei es, so Heinz Schleicher (DUL), ein wahrer Glücksfall, dass in der Ortsmitte (Duttlinger Haus) ein neuer Kindergarten entstehe.

Im Erdgeschoss des sanierten Wohn- und Geschäftshauses, berichtete Ralf Ulbrich, sei der bisherige Pächter der gewerblichen Räume ausgezogen. Nun ist die Umnutzung der gewerblichen Räume in Kindergartenräumlichkeiten durch die Eigentümer des Gebäudes geplant. Es soll eine Kindertageseinrichtung mit insgesamt drei Gruppen entstehen.

Ein Teil des hinter dem Gebäude liegenden Gartengrundstücks soll als Außenbereichsfläche gepachtet werden. Träger der neuen Einrichtung ist der eingetragene Verein "Ökumenische Kinder- und Jugendförderung" (ÖKJ), dessen Geschäftsführer August Unterreitmeier an der Sitzung des Gemeindeparlaments teilnahm.

Die Vereinsmitglieder sind 37 evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Landkreis/Dekanat Rottweil. Auch die katholischen Kirchengemeinden in Deißlingen zählen dazu. Vereinszweck, so August Unterreitmeier, sei die Förderung und Integration von Kindern mit und ohne Behinderung (Schulkindergärten für geistig und körperlich behinderte Kinder) sowie die interdisziplinäre Frühförderstelle. Dabei gebe es Angebote der heilpädagogischen Inklusion.

Alle Kindergärten der Gesamtgemeinde arbeiten bereits in Sachen Frühförderstelle mit der ÖKJ zusammen. Durch die Kündigung von den seitherigen Räumen hat sich die ÖKJ zu Jahresbeginn nach geeigneten Alternativen für eine Förderkindergartengruppe umgesehen und ist beim "Duttlinger Haus" in der Deißlinger Ortsmitte fündig geworden.

Nach mehreren Gesprächen, so Ralf Ulbrich, wurde die Idee geboren, außer dem Förderkindergarten in den Räumen eine Krippengruppe sowie eine weitere Ü3-Gruppe unter der Trägerschaft der ÖKJ zu etablieren. Baulich sei solch eine Erweiterung ohne weiteres möglich.

Die ÖKJ wäre bereit, sich in diesem Bereich zu engagieren und

Synergien hierbei zu nutzen. Dazu musste der Gemeinderat an diesem Abend diese zwei neuen Gruppen in die Bedarfsplanung für die Kindergärten aufnehmen. Was auch einstimmig so beschlossen wurde.

Mit der Aufnahme gehen die beiden Gruppen in die Fördersystematik der Gemeinde über, (wie beim Kindergarten in Lauffen, der von der katholischen Kirche getragen wird). Dies sei nicht nur nachvollziehbar, sondern auch legitim, da die ÖKJ in diesem Fall dringend benötigte Kindergarten- und Krippenplätze schaffe und betreibe, die die Gemeinde in eigener Trägerschaft sonst an anderer Stelle schaffen müsste.

Spielräume bei der Abmangelbeteiligung gibt es nicht, erfuhr das Gremium, da sich der Verein ausschließlich aus Spenden und anderweitige öffentlichen Förderungen finanzieren muss. Für die Gemeinde heißt das, dass man sich im Betriebsführungsvertrag dazu verpflichtet, die nicht durch die Elternbeiträge gedeckten Kosten zu 100 Prozent zu übernehmen. Die Gebühren bleiben gleich, wie bei den anderen Kindergärten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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