Ein 38 Jahre alter Landwirt ist am Dienstag auf seinem Hof in Deißlingen getötet worden. Foto: dpa

Er wollte Geld und tötete am Ende einen Menschen: nach einem Raubüberfall auf einen Landwirt in Deißlingen wurde der obdachlose Täter schnell gefasst. Mit etwas über 200 Euro Beute.

Deißlingen - Ein Obdachloser hat in Deißlingen (Kreis Rottweil) einen 38-jährigen Bauern im Gerangel nach einem Überfall mit einem Messer getötet. Gegen einen wohnsitz- und staatenlosen Mann aus Ungarn wurde Haftbefehl wegen Mordes und räuberischer Erpressung mit Todesfolge erlassen. Er ist in Haft.

Nach Angaben der Polizei war der 61-jährige mutmaßliche Täter auf seiner Wanderung an dem Aussiedlerhof vorbeigekommen und hatte in der Nacht auf Dienstag in einem der Hofgebäude unbemerkt sein Quartier aufgeschlagen. In einem Nebenraum des Hofladens bedrohte der mit einem Strumpf maskierte Mann am frühen Morgen zunächst die Schwägerin des späteren Opfers mit einem Messer, überwältigte und fesselte sie und verlangte Geld.

Nach derzeitigem Ermittlungen wollte der 38-Jährige seiner Schwägerin und auch seinen Eltern zu Hilfe kommen, die der Mann ebenfalls mit dem Messer bedrohte. Der Jungbauer griff den Räuber an, es kam zu einem Gerangel, bei dem beide zu Boden fielen. Der 38-Jährige erlitt dabei so schwere Stichverletzungen, dass er noch am Tatort starb. Der mutmaßliche Täter ergriff die Flucht und versteckte sich in einem nahen Waldstück. Dort wurde er kurz darauf von der Polizei entdeckt und festgenommen. Er hatte Bargeld bei sich, das er bei seinem Raubüberfall erbeutet hatte - etwas über 200 Euro.

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