Seit Montag wird im Kreuzungsbereich Kirnacher Straße/ Peterzeller Straße kräftig gearbeitet. Foto: Leroy Behrens

Der Kreuzungsbereich Kirnacher Straße/Peterzeller Straße und die Kirnacher Straße werden bis zum Ortsausgang Richtung Kneippbad saniert. Der Deckenaustausch soll bis zum 22. November abgeschlossen werden.

Seit Montag läuft der Endspurt im Deckenaustausch der Stadt Villingen-Schwenningen im Jahr 2024. Im Auftrag des Grünflächen- und Tiefbauamts hat die Firma Strabag GmbH mit der Sanierung begonnen.

 

Betroffen ist der Kreuzungsbereich Kirnacher Straße/Peterzeller Straße und die Kirnacher Straße bis zum Ortsausgang Richtung Kneippbad. Geplant ist, dass die Arbeiten bis zum 22. November abgeschlossen sind. „Wir sind aber bestrebt, schneller fertig zu werden, wenn das Wetter mitspielt“, hofft Bauleiter Rainer Baumgart vom Grünflächen- und Tiefbauamt der Stadt Villingen-Schwenningen.

Die Sanierung der Straßen sei eine wichtige Maßnahme, um Schäden an der Fahrbahnoberfläche zu beseitigen, so Baumgart. Bei der Sanierung wird zudem der Untergrund kontrolliert, um mögliche Schadstellen zu finden. Bislang seien überraschenderweise jedoch keine Schadstellen gefunden worden, zeigt sich Baumgart erfreut. Bei der Instandsetzung der Kreuzung wird auf die Methode der Deckensanierung gesetzt, die eine schnell umzusetzende Maßnahme sei, erklärt Madlen Falke, Pressesprecherin der Stadt Villingen-Schwenningen.

Acht bis zehn Arbeiter im Einsatz

Im Zuge der Arbeiten wird zunächst ein Teil der schadhaften Asphaltdecke abgetragen. „In der Regel werden etwa vier Zentimeter weggefräst“, erklärt Baumgart. Anschließend wird der Asphalt abtransportiert und die Fahrbahn direkt gereinigt. Im nächsten Arbeitsschritt wird dann die erste Asphaltschicht aufgetragen. Dies wird laut Baumgart vermutlich am Freitag geschehen. Für einen reibungslosen Ablauf auf der Baustelle sorgen täglich acht bis zehn Arbeiter, die mit zwei Fräsmaschinen, drei Lastwagen und einer Kehrmaschine im Einsatz sind.

Deckensanierung hält mehrere Jahre

„Durch die Deckensanierung hat man in der Regel sieben bis zwölf Jahre Ruhe“, erklärt der Bauleiter. Kostenmäßig bewegt sich die Instandsetzung der Kreuzung bei etwa 180 000 Euro. Genau könne man dies jedoch noch nicht sagen, da je nach festgestellten Schadstellen der Preis steigen oder fallen könne, so Baumgart.

Um einen reibungslosen Verkehrsabfluss in alle Richtungen zu gewährleisten, erfolgt die Umbaumaßnahme in zwei Abschnitten. Seit Montag wird der nördliche Abschnitt saniert und ist deshalb halbseitig gesperrt. Der Verkehr in Richtung Unterkirnach wird über die südliche Fahrbahn an der Baustelle vorbeigeführt. Die Fahrzeuge aus Unterkirnach in Richtung Villingen werden über die L 181 und dann folgend über die Vöhrenbacher Straße rechtsabbiegend umgeleitet. Laut Falke erfolgt der Ausbau der südlichen Straße in der kommenden Woche, dann werde der Verkehr beidseitig über die fertiggestellte nördliche Fahrbahn umgeleitet.

Umleitungsschilder werden teils ignoriert

Derweil bittet die Pressesprecherin ausdrücklich die Baustellen- und Umleitungsschilder zu beachten. „Auch wenn es mühsam ist, es kommt jedem Bürger zugute“. Bei vielen Autofahrern scheint dies nicht wirklich anzukommen. Einige ignorieren die Schilder und fahren in Richtung Baustelle, um dann von Baumgart ermahnt zu werden, wieder umzudrehen. „Die Leute fahren Arsch ab auf die Baustelle und dann mit über 50 Stundenkilometern durch“, klagt Baumgart. Der Bauleiter weiter: „Manchmal wünsche ich mir echt, dass diese Leute zur Verkehrsschulung müssen“.

Über 50 000 Quadratmeter im Straßennetz saniert

Es gibt Einzelfälle, die sogar die Aufforderung Baumgarts gekonnt ignorieren. So beispielsweise ein Autofahrer, der über den Randstein an der Absperrung vorbeifährt und in den Gegenverkehr kommt. „Das geht überhaupt nicht. Das ist fast schon kriminell“, schimpft der Bauleiter. Die meisten Leute würden sich dennoch an die Beschilderung halten und dazu beitragen, dass die Baustelle pünktlich fertiggestellt wird. Mit dem 7500 Quadratmeter großen Deckenaustausch an der Kreuzung beendet die Stadt den Deckensanierungsplan für dieses Jahr. Insgesamt habe man 2024 über 50 000 Quadratmeter im Straßennetz Villingen-Schwenningen saniert, zeigt sich Madlen Falke zufrieden.

Auch im kommenden Jahr stehen wieder große Sanierungen auf dem Plan. So wird beispielsweise neben der Peterzeller Straße auch die Villinger Straße instandgesetzt. Es geht voran in der Doppelstadt.