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Debatte um Tattoo-Verbot Polizeigewerkschaft fordert Klärung durch Landesregierung

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Stuttgart - Rüdiger Seidenspinner, Landeschef bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP), hat mit Blick auf das geplante Tattoo-Verbot für Polizisten die Landesregierung vor voreiligen Maßnahmen gewarnt. „Man kann ja einen Polizisten, der ein Piercing trägt oder seit zehn Jahren ein Tattoo auf dem Arm hat, nicht einfach aus dem Dienst entfernen“, sagte Seidenspinner den Stuttgarter Nachrichten.

Zwar sei es richtig, dass mit Blick auf die wachsende Gewalt gegen Polizisten auch die Polizei selbst ihr Erscheinungsbild überprüfen müsse und mögliche Verletzungsgefahren wie das Tragen eines Ohrrings zu minimieren seien, so wie es zuletzt der neue Landespolizeipräsident Gerhard Klotter gefordert habe. „Aber Grün-Rot kann sich nicht der gesellschaftlichen Realität verschließen. Und es ist nun mal ein Trend, dass sich immer mehr Menschen ein Tattoo stechen lassen.“ Ein komplettes Verbot solcher Dinge sei „nicht zeitgemäß“, so Seidenspinner: „Es gibt ja durchaus auch Minister, die einen Ohrring tragen.“ Auch die würden das Land in der Öffentlichkeit repräsentieren.

Seidenspinner verwies darauf, dass es bereits vor Jahren im Zusammenhang mit der Umstellung von der grünen auf die blaue Polizeiuniform Überlegungen gegeben habe, entsprechende Vorschriften zum Tragen von Schmuck über die Dienstkleiderordnung zu regeln. „Das Papier dazu verschwand aber wieder in der Schublade.“ Der Gewerkschaftschef forderte das Innenministerium auf, die Polizisten nun so schnell als möglich über die aktuellen Überlegungen zu informieren, „um Aufklärung zu betreiben und Unsicherheiten zu vermeiden“.

Das Verbot von Ohrringen oder Tattoos könne allenfalls ein Teil der Maßnahmen sein, um die Gewalt gegen Polizisten einzudämmen. „Ich bezweifle sehr, dass sich ein Halbstarker mit 1,8 Promille davon beeinflussen lässt, ob der Polizist, der ihm gegenüber steht, einen Ohrring trägt oder nicht“, so Seidenspinner.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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