Die geplante Verlegung des Progymnasiums Tailfingen nach Ebingen stößt auf Kritik. Drei Onstmettinger fordern in einem offenen Brief ein umfassendes Schulkonzept für Albstadt.
Bekannt sind die Onstmettinger Michael Eichenauer, Marcus Lehmann und Sven Bayer als Gründungsmitglieder des Aktionsbündnisses zum Erhalt der Onstmettinger Schillerschule. Nun äußert sich das Trio erneut öffentlich – und zwar mit einem offenen Brief an die Stadtverwaltung und den Gemeinderat, der unserer Redaktion vorliegt.
Anlass sind die vergangene Woche bekannt gewordenen Pläne zur Neustrukturierung der Albstädter Bildungslandschaft, die unter anderem den Umzug des Progymnasiums Tailfingens nach Ebingen vorsehen.
Wie Michael Eichenauer unserer Redaktion erklärt, äußern sich die drei Onstmettinger diesmal jedoch nicht als Aktionsbündnis, sondern als Privatpersonen und Eltern künftiger Schüler des PGT.
Jedes Jahr eine neue „Schulsau“ durchs Dorf treiben?
In dem zwei Seiten langen Brief heben die Verfasser den guten Ruf des PGT hervor. „Die Schule in diesen herausfordernden Zeiten zu schließen, hätte zur Folge, dass das pädagogische Tafelsilber für alle Zeiten verschleudert wäre“, heißt es in einem Abschnitt. Sie geben zudem zu bedenken, dass das PGT erst jüngst entsprechend den Bedürfnissen der Schule saniert wurde.
Zudem könne man nicht nachvollziehen, wie rund 650 Realschüler und Werkrealschüler in dem Gebäude Platz finden sollen, werden dort doch momentan nur etwas mehr als 320 Progymnasiasten unterrichtet.
Eichenauer, Lehmann und Bayer sehen folglich erheblichen Umbaubedarf – sowohl am Lammerberg als auch am Gymnasium Ebingen.
Das Trio fordert die Beteiligten auf, die aktuellen Pläne auf Eis zu legen und zunächst ein umfassendes Schulkonzept – mit Gebäudestrukturen, Schülerzahlen und pädagogischen Konzepten – für die ganze Stadt zu erarbeiten. Es dürfe nicht jedes Jahr eine neue „Schulsau“ durchs Dorf getrieben werden, die Aufsehen erregt und Widerstand erzeugt.