Die Amoktat von Hamburg entsetzt ganz Deutschland. Sie wurde von einem Sportschützen mit einer legalen Waffe verübt. Der Gesetzgeber muss jetzt Konsequenzen ziehen, kommentiert Tobias Peter.
Sieben Menschen und sich selbst hat der Amoktäter von Hamburg getötet. Der Täter war Sportschütze und benutzte eine legale Waffe. Die Bundesregierung muss die Konsequenzen ziehen und das Waffenrecht verschärfen.
Weniger verfügbare gefährliche Waffen bedeuten ein geringeres Risiko. Das Argument, Waffenbesitzer müssten einfach lückenloser kontrolliert werden, stimmt nur bedingt. Denn es ist – wie auch der Fall aus Hamburg zeigt – selbst bei Hinweisen, dass psychische Probleme vorliegen könnten, kein trivialer Vorgang, jemandem eine Waffe wegzunehmen.
Reichen die Pläne der Ministerin aus?
Gut ist also, dass Innenministerin Nancy Faeser ohnehin eine Verschärfung des Waffenrechts plant. Sie will den Informationsaustausch mit den Gesundheitsbehörden, verbessern: ein dringend notwendiger Schritt. Und sie plant „kriegswaffenähnliche halbautomatische Feuerwaffen“ für Privatleute zu verbieten. Das ist erstens gut so, und zweitens stellt sich die Frage, ob das ausreicht.
Die Waffe des Amoktäters war halbautomatisch, fiele aber wohl auch nach einer Reform nicht unter das Verbot. Fakt ist: Der Täter hat innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Magazine leergeschossen. Einen plausiblen Grund, solche Waffen nicht zu verbieten, gibt es nicht. Auch über die Forderung, dass Sportschützen ihre Waffen nicht zu Hause aufbewahren dürfen, muss erneut beraten werden. Es geht nicht darum, Menschen ihr Hobby zu verbieten. Es geht um Regeln für mehr Sicherheit – für alle.