Im Verwaltungsausschuss gehen die Meinungen zum eigenen Kfz-Kennzeichen auseinander. Der Schramberger Gemeinderat entscheidet nun in seiner Sitzung am 5. Mai.
Im Verwaltungsausschuss stand die Einführung eines eigenen Kfz-Kennzeichens „SRA“ für Schramberg auf der Tagesordnung, sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür vorliegen. Barbara Kunst (CDU) hatte sich dazu in der Stadt und im Frauenbeirat umgehört und ein „Patt“ der Stimmen dafür und dagegen festgestellt.
Stadtbild ist wichtiger
Thomas Koch (ÖDP) fragte rhetorisch, warum man nicht die Wahlfreiheit lassen solle. Außerhalb der Sitzung und im Rahmen der Umfrage unserer Redaktion äußerte sich sein Fraktionskollege Volker Liebermann so: „Aufgrund der Haushaltslage und anderer wichtiger Angelegenheiten in der Stadt sehe ich kein Bedürfnis, Schramberg mit einem eigenen Kennzeichen als Aushängeschild voranzubringen.“ Ein sauberes Stadtbild mit intakten Schulen würde Schramberg besser zu Gesicht stehen. Wenn dann noch Kapazitäten frei seien, könne es in ferner Zukunft ein Thema sein.
Tanja Witkowski (SPD/Buntspecht) erinnerte daran, dass Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr 2024 das Thema vorgeschlagen habe und der Gemeinderat für die Umsetzung votiert habe. Sie selbst habe beim Kennzeichen keine großen Emotionen; es sei nicht das wichtigste Thema, sie sehe aber auch die Chancen.
Für den Beschlussvorschlag der Verwaltung stimmten schließlich acht Ausschussmitglieder; Thomas Brantner und Jürgen Reuter enthielten sich.