Die Stadt zahlt keine Miete ans Land, sondern übernimmt die Personal- und Betriebskosten des Museums. Foto: Holweger

Um das Dominikanermuseum und das von FWV ins Spiel gebrachte hohe Defizit wird debattiert. Peter Schellenberg sieht sich fehlinterpretiert – seine Meinung ist deutlich.

Nun liegen den beiden Herren vom GAV nur einzelne Passagen vom gesamten Text meiner Haushaltsrede zum Thema Dominikanermuseum vor. Offensichtlich kam es deshalb zu erheblichen Fehlinterpretationen.

 

Ist es nicht für einen Historiker essenziell vor einer Veröffentlichung eine valide Recherche zu betreiben, indem man den Kontakt sucht und Informationen sichert? Das Schreckgespenst Schließung des Dominikanermuseums wird vom GAV wie eine Monstranz vor sich hergeschoben, und wer an einer Änderung des Status quo des Dominikanermuseums rüttelt wird gleich ins Fegefeuer verfrachtet.

Es kam mir noch nie über die Lippen, dass ich das Dominikanermuseum schließen will. Das ist eine freie Erfindung. Dazu gibt es keinen Beleg. Nichtsdestotrotz befinden sich die kommunalen Haushalte, auch der der Stadt Rottweil, weiterhin in keinem guten Zustand. Deshalb mussten letztes Jahr in nahezu allen Bereichen der Verwaltung und auch bei den Vereinen sehr schmerzhafte Kürzungen vorgenommen werden.

Die Stadtverwaltung hat bereits angekündigt, dass dies nicht ausreichen wird und es demnächst weitere Einsparrunden geben muss. Nun hat unsere Stadtratsfraktion der Freien Wähler Rottweil bei der Haushaltsrede Ideen geäußert, wie auch das Dominikanermuseum einen Beitrag zur Kostensenkung leisten kann, schließlich geht es um enorme 700 000 Euro pro Jahr.

Ich freue mich auf offene und konstruktive Diskussionen zum Thema, deren Lösung nur im Kompromiss liegen kann.

Peter Schellenberg, Rottweil

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