Ein Döner-Laden in Lörrach beschäftigt die Gemüter. Nachbarn beklagen Lärm und Schmutz, der Inhaber widerspricht. Nutzer äußern sich pro und contra. Und was sagt die Stadt?
Mit einer Unterschriftenliste hatten sich 75 Anwohner der Basler Straße an die Stadt gewandt. Darin beklagten sie sich – wie unsere Redaktion in ihrer Samstagausgabe berichtete – über Parkchaos, Lärm und Geruchsbelästigung. Sie forderten darin von der Stadt „robuste Maßnahmen“.
Der Betrieb passe nicht in diese Lage, war in dem offenen Brief, der auch unserer Redaktion zugeschickt worden war, zu lesen.
Vorwürfe zurückgewiesen
Der Betreiber des Imbisses indes wehrte sich im Gespräch mit unserer Zeitung gegen diese Vorwürfe. Er bemühe sich um ein gutes Miteinander, weise seine Kunden auf korrekte Müllentsorgung und entsprechende Ruhezeiten hin. Und er habe bauliche Maßnahmen ergriffen, um Geräuschstörungen zu unterbinden.
Was Nutzer auf „social media“ sagen
Auf „social media“ hat unser Artikel für einigen Wirbel gesorgt. Manche Stimmen zeigen Verständnis gegenüber den Klagen der Anwohner und bestätigen, dass das Parken vor Ort für Komplikationen sorge. Bei der Konzessionsvergabe von Gastrobetrieben wird angebliche „Narrenfreiheit“ beklagt, sowie der Stadt mangelnde Umsicht bei deren Vergabe vorgeworfen. Sogar die große Politik kommt ins Spiel, zu einer entsprechenden Wahlentscheidung wird auf „social media“ indirekt aufgerufen.
Chaotische Zustände oder nicht?
Andere Stimmen von Nutzern im Internet verstehen die Aufregung nicht und können als Kunden oder Passanten die vermeintlich chaotischen Zustände vor dem Imbiss nicht bestätigen.
Stadt Lörrach äußert sich
Gefordert wird mehr „Harmonie“ und ein besseres Miteinander. Und es wird kritisiert, dass das Parken in Lörrach generell ein Problem sei.
Unsere Redaktion hat zu der Causa auch die Stadt um eine Stellungnahme gebeten. Man sei über die aktuelle Situation informiert und arbeite intensiv an einer Lösung. „Die Hinweise aus der Bürgerschaft fließen in die laufenden Abstimmungen ein“, heißt es auf Nachfrage. „Zugleich steht die Stadt im kontinuierlichen Austausch mit den Betroffenen. Mehrere Fachbereiche befassen sich derzeit mit dem Sachverhalt und stimmen sich eng mit dem Landratsamt ab“, so die Stadt. Dieses sei hier fachlich eingebunden.