Frans Timmermans (links) und Manfred Weber vor ihrem TV- Duell am Donnerstagabend. Foto: Soeder

Zweites Fernsehduell zwischen Spitzenkandidaten der beiden größten Fraktionen im EU-Parlament.

Berlin/Freiburg - Das zweite Fernsehduell zwischen den Spitzenkandidaten der beiden größten Fraktionen im EU-Parlament, Manfred Weber (Christdemokraten) und Frans Timmermans (Sozialdemokraten), brachte noch einmal die bekannten Gegensätze und Übereinstimmungen zum Vorschein. Rund 450 Zuschauer nahmen dabei am Debat-O-Meter teil, einer Internet-Anwendung, die an der Universität Freiburg entwickelt und in Zusammenarbeit mit unserer Zeitung präsentiert wurde.

42 Prozent von ihnen sahen am Ende den Niederländer Timmermans vorn, während 29 Prozent Weber für den Sieger hielten. 29 Prozent dagegen sahen nach der Blitzanalyse der Freiburger Informatiker ein Remis. Der erste Themenkomplex griff die drohende Kriegsgefahr im Nahen Osten auf. Timmermans betonte hier die europäische Geschlossenheit, während Weber auf die europäische Rolle als Friedensmacht verwies und sich für Mehrheitsentscheide aussprach. Diese Runde wurde im Debat-O-Meter als ausgeglichen bewertet.

Auch bei der Diskussion der Klimaziele gab es große Übereinstimmungen zwischen den Politikern. In der Debat-O-Meter-Bewertung lag aber Timmermans eindeutig vor Weber. Das Themenfeld Steuerpolitik gewann dagegen eindeutig Weber. Auch das Migrationsthema und die Frage der offenen Grenzen offenbarte einen Vorteil für Weber im Debat-O-Meter. Dieser verwies auf die weiterhin löchrigen Grenzen und forderte die stärkere Sicherung der EU-Außengrenzen. Timmermans dagegen forderte eine Fokussierung auf die toten Flüchtlinge im Mittelmeer und Perspektiven für die Flüchtlinge in Afrika.

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