Die Stellfalle (links) mit dem Wehr sowie das Spritzhäusle (rechts) sollen im Rahmen der Belebung der Schlichem in Dautmergens Mitte auf Vordermann gebracht werden. Foto: Hauser

Dautmerger Gemeinderat befasst sich mit den Planungen. Neuer Weg, Trittstelle und Furten sind vorgesehen.

Dautmergen - Die Eckpunkte für die Planungen, die Schlichem in Dautmergen begehbar zu machen, hat der Gemeinderat in einer Sitzung und einem Vor-Ort-Termin festgezurrt. Nun ist ein Planungsbüro dabei, die Grundlagen für die Ausschreibung zu schaffen. Der Gemeinderat Dautmergen hatte sich entschlossen, die Schlichem in der Gemeinde auf einer Länge von rund 300 Meter im Rahmen eines LEADER-Projekts erlebbarer zu machen, gerade im Zusammenhang mit dem neuen Schlichem-Wanderweg. Dies soll nun nicht nur durch einen Weg entlang der Schlichem geschehen, sondern durch die Anlegung von zwei Furten und einer Trittstelle, an der Kinder ins Wasser gehen können – beobachtet von den Eltern oder Großeltern von einer Rundstelle aus, wo es auch Sitzgelegenheiten geben soll. Gedacht ist auch an einen Steg unmittelbar beim Spritzhäusle, um dem Bach vom Neubaugebiet überqueren zu können.

Apropos Spritzhäusle: Es soll wieder hergerichtet werden und Platz für die alte Spritze bieten, die derzeit im Feuerwehrgerätehaus steht. Ein Glasband soll den Blick von außen ins Innere freigeben. Laut Planungen wird auch der Platz vor dem Spritzhäusle neu gestaltet. Es ist außerdem geplant, die Stellfalle und das kleine Wehr auf Vordermann zu bringen. Schließlich sollen Infotafeln die Geschichte des Spritzhäusles oder der Gemeinde den künftigen Besuchern und Wanderern näherbringen, ein Bilderrahmen den Blick auf die Kirche lenken.

Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 20. November will das Schörzinger Planungsbüro Siegmund die Pläne so weit fertiggestellt haben, dass, im Falle einer Zustimmung im Gremium, die Ausschreibung noch im Dezember erfolgen kann.

Es werde versucht, noch Einsparmöglichkeiten zu finden, um die Kosten von rund 214 000 Euro senken zu können, wie Bürgermeister Hans-Joachim Lippus erläuterte. An Zuschüssen seien 92 000 Euro zugesagt. Ziel sei es, im Frühjahr mit der Maßnahme beginnen zu können, denn sie müsse 2014 umgesetzt sein.